3D-Kartierung: Scannersystem erfasst Raum im Durchgehen

Forscher der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in Berkeley haben ein laserbasiertes System für die 3D-Kartierung von Räumen entwickelt. Das System ist portabel und kann wie ein Rucksack getragen werden.
Verschiedene Sensoren
Das System besteht aus mehreren knapp 230 Gramm schweren Laserscannern, Kameras und einem Trägheitssensor. Diese Sensoren liefern Daten, aus denen dann ein 3D-Modell eines Raums erstellt werden kann.

Das sei nicht so einfach gewesen, erklärt Projektleiter Avideh Zakhor. Zwar erleichtere der Einsatz verschiedenartiger Sensoren die Erstellung eines 3D-Modells. Jedoch müssten die Sensoren genau aufeinander abgestimmt sein, damit das Modell am Ende auch stimmig sei. Dafür hätten die Forscher eigens Algorithmen entwickeln müssen.
Tragbar und schnell
Die Forscher um Zakhor haben einen funktionsfähigen Prototyp ihres Systems gebaut, mit dem sie ein 3D-Modell von zwei Stockwerken und dem Treppenhaus ihres Instituts erstellt haben. Das System sei, sagen sie, nicht nur tragbar, sondern habe gegenüber anderen 3D-Kartierungssystemen den Vorteil, dass es deutlich schneller sei: Das System kartiert einen Raum buchstäblich im Vorbeigehen. Frühere Systeme müssen zum Datensammeln stoppen. Dann bewegten sie sich ein Stück, um erneut Daten zu erfassen.
Entwickelt wurde das System im Auftrag von US-Luftwaffe und US-Armee. Es soll zur Einsatzplanung eingesetzt werden: Es erfasst das Innere eines Gebäudes, während sich ein Mensch, der das System trägt, durch das Gebäude bewegt. Dem Rucksacksystem sollen weitere folgen, die beispielsweise an einen Roboter oder auf einen kleinen Wagen montiert werden können.



