Sony: "Playstation Move hat 22 Millisekunden Verzögerung"

" Die meisten Spiele haben eine Eingabeverzögerung von 22 Millisekunden mit Move. Genauso viel wie mit einem Dualshock-3-Controller" , heißt es im Playstation-Blog(öffnet im neuen Fenster) auf die Frage, wie präzise Sonys neue Bewegungssteuerung sei. Damit flunkert Sony nicht, denn bei der Übertragung von einem Move-Controller werden die Daten über Bluetooth an die Konsole gesendet. 22 Millisekunden sind für eine Übertragung via Bluetooth realistisch.

Was Sony verschweigt, ist, dass die Verarbeitung der Daten in den Spielen für weitere Verzögerungen verantwortlich ist. Richard Marks, Entwicklungsleiter bei Sony für Move, erklärte das Golem.de so: " Die Playstation hat eine eigene Uhr, genauso wie der Move-Controller und die Kamera Playstation Eye. All diese Daten zu synchronisieren ... ist ein sehr komplizierter Prozess. "

Spürbar ist eine deutlich höhere Verzögerungszeit, die von Spiel zu Spiel nach eigenen Messungen im Test zwischen 200 und 330 Millisekunden schwankt. Die Werte von Golem.de stammen aus Videoanalysen mit einem Samsung-UE40C8790-LED-TV. Für den Test waren Bildverbesserer deaktiviert.
Sony empfiehlt im Blog, den Spielemodus in HDTVs zu aktivieren, um die Verzögerungszeit moderner Fernseher möglichst gering zu halten. Eine solche Einstellung kennt aber nicht jedes Fernsehgerät. Sony meint damit ein Abschalten von Funktionen wie Bewegtbildglättung und Rauschunterdrückung, die nach dem Anliegen der Videosignale bis zum Erscheinen auf dem Display zusätzliche Rechenzeit benötigen.