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Hewlett-Packard verklagt Oracle (Update)

Hewlett-Packard will einen Wechsel seines früheren Vorstandschefs Mark Hurd zu Oracle mit einer Klage verhindern. Oracle bezeichnete das als Rachefeldzug und kündigte Hewlett-Packard die Zusammenarbeit auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Mark Hurd
Mark Hurd

Hewlett-Packard verklagt seinen früheren Vorstandschef Mark Hurd wegen seines Wechsels zum Konkurrenten Oracle. Hurd habe eine Abfindungsvereinbarung gebrochen, hieß es zur Begründung. Die Klage wurde am Dienstag vor dem Superior Courts of California in Santa Clara County eingereicht. Gefordert wird eine einstweilige Verfügung gegen den Wechsel von Hurd und nicht näher spezifizierte Schadensersatzzahlungen. Hewlett-Packard will zudem einen unabhängigen Sachverständigen, der die Einhaltung der Abfindungsvereinbarung Hurds regelmäßig überprüft.

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Eine Hewlett-Packard-Sprecherin sagte: "Mark Hurd hat eine Vereinbarung unterzeichnet, dass er HPs Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen schützt. HP beabsichtigt, diese Verträge auch durchzusetzen." Eine Konkurrenzschutzvereinbarung hat Hurd offenbar nicht unterzeichnet.

Hurd habe als früherer Vorstandschef Kenntnisse über Hewlett-Packards Geschäftsbetrieb, die sich für Oracle als nützlich erweisen könnten, heißt es in der Klageschrift. Er kenne zudem künftige Produktpläne, Preisinformationen und Details zu Komponenten und Produktkosten.

Hewlett-Packards führender Anwalt ist Allen Ruby aus San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien, der auf Strafrecht spezialisiert ist und oft Prominente vertritt.

Oracle-Chef Larry Ellison reagierte scharf: "Oracle hat Hewlett-Packard lange Zeit als wichtigen Partner gesehen. Mit dieser rachsüchtigen Klage gegen Oracle und Mark Hurd" mache der Aufsichtsrat von Hewlett-Packard eine Zusammenarbeit von Oracle und Hewlett-Packard auf dem IT-Markt praktisch unmöglich, sagte er.

Laut einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht von Oracle wird Hurd auf seinem neuen Posten als President verantwortlich sein für "Marketing, Consulting und Support". Seine Erfahrungen im Hardwarebereich seien "sehr wichtig für die kürzlich erfolgte Übernahme von Sun Microsystems".

Nachtrag vom 08. September 2010, 14:54 Uhr

Oracle hat der US-Börsenaufsicht erklärt, Hurd solle ein jährliches Grundgehalt von 950.000 US-Dollar erhalten. Im laufenden Geschäftsjahr sei zudem ein Bonus von maximal 10 Millionen US-Dollar erreichbar. Dazu kämen Optionen für 10 Millionen Aktien. Bei Hewlett-Packard bekam Hurd laut einem Bericht des Wall Street Journals ein Abfindungspaket über 35 Millionen US-Dollar. Insgesamt verdiente er bei Hewlett-Packard im letzten Geschäftsjahr 30,3 Millionen US-Dollar.



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cripcrap zipzap 08. Sep 2010

Juristen werden bezahlt, solche Probleme im Voraus in den Abfindungsverträgen zu regeln...

wissender 08. Sep 2010

und ob HP eine datenbanklösung hat. durch den kauf von compag. tandem nonstop-sql... eine...

Anonymaus 08. Sep 2010

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