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Elliptic Labs: Gestensteuerung mit Ultraschall

Elliptic Labs

Gestensteuerung mit Ultraschall

Gestensteuerungssysteme sind nicht ganz neu. Aber die Art und Weise, wie das norwegische Unternehmen Elliptic Labs diese umsetzt, ist ungewöhnlich: nicht mit einer Kamera, sondern mit Lautsprecher und Mikrofonen.

Einen Computer per Gesten zu steuern kann Spaß machen und praktisch sein: Das vom Berliner Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) entwickelte System iPoint 3D etwa kann als Steuerung für ein Computerspiel genutzt werden, oder um einen Computer in der Küche berührungslos zu bedienen. Die meisten dieser Gestensteuerungssysteme funktionieren optisch, also mit einer Kamera. Einen anderen Ansatz verfolgt das norwegische Unternehmen Elliptic Labs: Es hat ein Gestensteuerungssystem entwickelt, das mit Ultraschall funktioniert.

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Mikrofone erkennen Gesten

Das System mit der Bezeichnung Mimesign, das die Norweger auf der Berliner Internationalen Funkausstellung 2010 gezeigt haben, besteht aus einem kleinen Lautsprecher sowie drei Mikrofonen. Der Lautsprecher sendet Ultraschallsignale aus. Der Nutzer gestikuliert vor dem Gerät, die Mikrofone fangen die Echos auf. Diese Daten werden dann in Steuersignale für den Computer umgesetzt, erklärt Elliptic-Labs-Chef Stian Aldrin im Gespräch mit Golem.de.

Derzeit versteht das System drei verschiedene Gesten: Wischen, die Hand vor das Gerät halten und auf das Gerät weisen. Mehr Gesten seien nicht sinnvoll, da das System einfach und intuitiv nutzbar sein soll, so Aldrin.

Wischen und Deuten

Gewischt werden kann nach links und rechts, etwa um in einer Bildergalerie weiterzublättern, oder nach oben und unten. Die Hand vor das Gerät zu halten beendet eine Anwendung oder stoppt eine Musikwiedergabe. Ein Mausklick wird durchgeführt, indem der Nutzer seinen Finger Richtung Gerät bewegt. Schließlich kann das System noch Geschwindigkeit: Bewegt der Nutzer seine Hand schnell, dann wird beispielsweise in der Galerie mehrere Bilder weiter geblättert.

Das Ultraschallsystem habe einige Vorteile, erklärt Aldrin. So benötige es nur wenig Rechenleistung und sei kleiner als ein optisches System. Es könne in praktisch jedes Gerät implementiert werden. Einzige Voraussetzung sei, dass es über drei Mikrofone für die räumliche Wahrnehmung verfüge. Weiterer Vorteil gegenüber einem optischen System sei, dass Mimesign einen größeren Winkel ermögliche. Der Nutzer könne auch neben dem Gerät gestikulieren, und die Gesten würden erkannt.

Fernseher, Tablets oder Wanddisplays

Mimesign könne, so Aldrin, in unterschiedliche Geräte integriert werden. So könnten Fernseher damit ausgestattet werden, damit die Nutzer mit der Gestensteuerung Webinhalte auf dem Gerät abrufen können. Eine andere Möglichkeit sei, Tablets oder Wanddisplays im Haus, etwa in der Küche, oder im öffentlichen Raum damit zu bedienen. Selbst im Auto könnte es eingesetzt werden, etwa um das Autoradio einzustellen oder ans Mobiltelefon zu gehen, wenn es klingele. Aldrin schätzt, dass in den kommenden ein bis zwei Jahren die ersten Geräte mit Mimesign auf den Markt kommen werden.


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hmh 08. Sep 2010

verstehe ich nicht

Greex 08. Sep 2010

Hab ich mir auch gedacht ... der holt ja immer aus als hätte er einen Tennisschläger in...

funka 08. Sep 2010

@Adam_Weishaupt: Deine Wikipedia Tabelle stimmt zwar, allerdings gibt es ja noch...

gucky 08. Sep 2010

Cool, das ist echt besser als mit Kamera! Da ist ja immer das Problem, das so eine...

Adam_Weishaupt 08. Sep 2010

Wenn durch Brechung und Reflektion dieser Wellen für Menschen hörbare Töne entstehen...



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