Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Australien: Strafen für träumende iPod-Zombies?

IPods und andere MP3-Player sollen in Australien für die Zunahme tödlicher Unfälle von Fußgängern verantwortlich sein. Jetzt werden Strafen für unachtsame iPod-Zombies gefordert.
/ Werner Pluta
141 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Keine iPods für Fußgänger, das fordert die australische Organisation Pedestrian Council of Australia. Grund ist, dass sich in letzter Zeit Unfälle mit Fußgängern häufen, die durch ihren MP3-Player vom Straßenverkehr abgelenkt werden, berichtet die australische Tageszeitung Sydney Morning Herald(öffnet im neuen Fenster) .

Krankenwagen überhört

Am Wochenende etwa war eine 46-Jährige tödlich verunglückt, sie wurde von einem Krankenwagen überfahren. Da sie Kopfhörer trug, lag die Vermutung nahe, dass sie den Krankenwagen nicht gehört hatte.

Obwohl die tödlichen Verkehrsunfälle im australischen Bundesstaat New South Wales in den vergangenen Jahren rückläufig sind, ist die Zahl der tödlich verletzten Fußgänger im vergangenen Jahr um 25 Prozent gestiegen. Die Behörden machen die Nutzung von mobilen Geräten wie MP3-Playern mit dafür verantwortlich. "Tod durch iPod" nennen sie das Phänomen.

Kampagne für Aufmerksamkeit

Der Pedestrian Council hat eine Kampagne mit dem Titel " Lambs to the Slaughter - Wait for the Green(öffnet im neuen Fenster) " gestartet, um die Fußgänger aus ihrer "iPod-Zombie-Trance" zu reißen und zu mehr Aufmerksamkeit zu bewegen.

Der Erfolg scheint jedoch auszubleiben. Deshalb fordert Harold Scruby vom Pedestrian Council ein Eingreifen der Behörden. Wenn Autofahrer zu laut Musik hörten, müssten sie mit einer Strafe rechnen. Fußgänger, die "so leichtsinnig mit ihrem eigenen Wohlergehen und dem anderer umgehen" , sollten auf vergleichbare Weise bestraft werden.


Relevante Themen