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UN-Bericht

Ein Jahreseinkommen für einen Internetanschluss

Laut Statistiken der Uno stehen Zugang und Kosten einer festen Breitbandanbindung in Entwicklungsländern in einem klaren Missverhältnis zu denen in Industrieländern. Das verhindert sowohl die Gesundheitsversorgung als auch den Zugang zu Bildungseinrichtungen.

Die Statistiken wurden von der International Telecommunications Union (ITU) erhoben, einer UN-Agentur für Telekommunikation und Informationstechnologie, und sollen im Rahmen des Millennium-Gipfels der Uno am 19. September 2010 in New York vorgestellt werden. Das Millenium-Projekt soll bis 2015 wesentliche Schritte unternehmen, um die Kluft zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten zu verringern. Zu den gesteckten Zielen gehört auch ein besserer Zugang zu Gesundheitseinrichtungen sowie Bildungsinstitutionen und Informationen im Internet.

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Danach kostet ein Breitbandanschluss in der Zentralafrikanischen Republik 40-mal mehr als das dortige Durchschnittseinkommen. Über die Anzahl der dortigen Anbindungen gibt es keine Angaben. Das Land führt die Liste der Länder an, in denen die Kosten für die Internetanbindung mit mehr als 256 KBit/s bei weitem das monatliche Einkommen übersteigt. Unter den ersten fünf befinden sich vier weitere afrikanische Länder: Äthiopien liegt auf Rang zwei mit 2.085 Prozent des monatlichen Einkommens, dicht gefolgt von Malawi und Guinea. In Niger müssten die Bewohner zehnmal mehr monatlich für einen entsprechenden Anschluss ausgeben, als sie verdienen. Entsprechend wenige Anschlüsse werden in dem Land genutzt, die Statistiker sprechen von 0,01 Prozent.

Im Vergleich müssen US-amerikanische Haushalte lediglich ein halbes Prozent ihres monatlichen Einkommens für eine feste Breitanbindung ausgeben. Die USA stehen damit an vierter Stelle, weniger ausgeben müssen nur die Einwohner in Hongkong und Israel. In Macao zahlen die Einwohner mit 0,3 Prozent ihres monatlichen Einkommens weltweit am wenigsten. Dort wie auch in den anderen fünf Ländern, die die Liste anführen, verwenden zwischen 25 und 30 Prozent einen festen Breitbandanschluss.

Zwar sind die Entwicklungsländer vor allem bei mobilen Anschlüssen sowohl in der Verbreitung als auch in den Kosten inzwischen ähnlich aufgestellt wie die Industriestaaten, die Anzahl der Frequenzen ist jedoch begrenzt.

Breitbandanschlüsse können zur besseren Gesundheitsversorgung in entlegenen Gebieten beitragen. Darüber hinaus könnte der Zugang zu Bildung durch Fernunterricht erheblich verbessert werden. Damit gehört eine entsprechende Internetanbindung laut Millenium-Projekt zu den Grundbedürfnissen der Menschen weltweit.


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huahuahua 10. Nov 2010

Die Anmerkung zu den Waffen stimmt schon. Alternativ zum gegenseitigem Köpfewegschießen...

Multibert 06. Sep 2010

Die USA stehen damit an vierter Stelle, weniger ausgeben müssen nur die Einwohner in...

Klugsch... 05. Sep 2010

Man muss nicht unbedingt die aktuelle Schreibweise kennen. Auch die aktuelle...

Lino 05. Sep 2010

Und das sagt jetzt über die Situation in Afrika was genau aus? Nach der Logik kann ich...

Torias 05. Sep 2010

geht's noch? Als wenn breitbandiges(!) Internet in irgend einer Form lebenswichtig wäre...



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