Brandgefahr

Toshiba ruft 41.000 Satellite-Notebooks zurück (Update 2)

Vorerst nur in den USA ruft Toshiba drei verschiedene Modelle der Serie Satellite zurück. Diese Geräte können an der Strombuchse überhitzen. Zusätzlich gibt es ein BIOS-Update, das das Problem lindern soll - es schaltet aber das Netzteil gleich ganz ab. Die Geräte wurden nach Angaben von US-Behörden weltweit verkauft.

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Brandgefahr: Toshiba ruft 41.000 Satellite-Notebooks zurück (Update 2)

Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC weist mit einem offiziellen Rückruf auf die mögliche Gefahr hin: Manche Notebooks der Serien Satellite T135, T135D und ProT130 können zu warm werden, wenn das Netzteil angesteckt ist. Toshiba hat in den USA ebenfalls einen Rückruf gestartet und erklärt das Problem dort genauer: Ein fehlerhafter Kabelstrang kann dafür sorgen, dass das Gerät um die Strombuchse herum zu warm wird.

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Dabei kann sich das Gehäuse verformen und möglicherweise in Brand geraten. Die CPSC gibt an, Toshiba habe bereits Berichte über 129 überhitzte Notebooks erhalten, dabei seien zwei Personen zu Schaden gekommen, die aber nicht behandelt werden mussten. In zwei weiteren Fällen sei Sachschaden jenseits des Notebooks entstanden. Der US-Behörde zufolge sind insgesamt 41.000 Notebooks betroffen, die weltweit verkauft wurden.

BIOS-Update auf gut Glück

Die Seriennummern dieser Geräte nennen weder Toshiba noch die CPSC. Stattdessen sollen Anwender selbst überprüfen, ob ihr Notebook das Problem aufweist. Dazu gibt es für die drei Modelle je ein BIOS-Update, das sich unter Windows installieren lässt. Laut der Beschreibung von Toshiba erkennt das Programm, ob das Notebook den Fehler aufweist. Ist das der Fall, schaltet das Update die Netzteilbuchse ab, um Schaden zu vermeiden. Das Notebook soll dann eingeschickt werden.

Betroffene Benutzer werden sich über dieses ungewöhnliche Vorgehen doppelt ärgern: Zum einen müssen sie ihr Notebook reparieren lassen und zum anderen bleibt nach dem Update nur noch die gerade zur Verfügung stehende Akkulaufzeit, um eigene Daten in Sicherheit zu bringen. Ob das eigene Gerät überhaupt gefährdet ist, lässt sich bisher nicht vor einem Updateversuch feststellen.

Nachtrag vom 3. September 2010, 12:10 Uhr:

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Toshiba Deutschland hat zu dem Problem auch eine deutsche Webseite eingerichtet. Dort werden aber nur die Modelle T130 und Pro T130 behandelt. Für diese gibt es ein BIOS-Update, das eine Lösung darstellen soll - und dabei, wie in den USA, die Netzteilbuchse abschaltet.

Zudem nennt Toshiba Deutschland auch die Seriennummern. Beginnen diese mit PST3AE oder PST3BE, kann das Notebook von dem Fehler betroffen sein. Bei allen Geräten, die andere Seriennummern tragen, besteht laut Toshiba keine Gefahr.

Nachtrag vom 3. September 2010, 16:45 Uhr:

Nach Rücksprache mit seiner Service-Abteilung hat Toshiba Deutschland die Methodik bestätigt: Hat der Benutzer eines der betroffenen Notebooks, schaltet das BIOS-Update die Netzteilbuchse ab. Eine Erkennung nur anhand der vollständigen Seriennummer ist nicht möglich. Laut Toshiba tritt der Fehler nicht bei allen Geräten der beiden Serien auf, die in Deutschland angeboten wurden. Das T135 wurde nicht im offiziellen deutschen Vertrieb verkauft.

Das Update-Programm kann aber durch Rückmeldungen der Ladeelektronik erkennen, ob der Defekt bei dem jeweiligen Gerät zu Tage treten kann. Dann wird Toshiba zufolge das Update durchgeführt und der Anwender darauf hingewiesen, dass er seine Daten mit der noch zur Verfügung stehenden Restladung des Akkus sichern sollte.

Eine Sprecherin des Unternehmens betonte, in Europa sei noch kein Fall von Überhitzung bei einem Satellite T130 oder Pro T130 bekannt geworden. Die Stückzahlen, bei denen der Fehler auftreten kann, sollen zudem äußerst gering sein. Eine absolute Zahl nannte das Unternehmen nicht, bisher geht es aber "von einer Handvoll Geräten" aus.

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