Consumer Electronics

Fernseher von Technisat mit Intels Atom

Auf einem Fernseher von Technisat hat Intel seinen Multimedia-SoC CE4100 samt Meego-Betriebssystem in Aktion gezeigt. Das Menü lässt sich nicht nur mit der Fernbedienung steuern, sondern drahtlos auch von Netbooks und Tablet-PCs, die auch Tastatureingaben erlauben.

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Consumer Electronics: Fernseher von Technisat mit Intels Atom

Intel setzt auf internettaugliche Consumergeräte. Laut Zahlen des Konzerns haben die Anwender einen Bedarf bei der Vernetzung zwischen Fernsehen und dem Netz: 54 Prozent der Benutzer in Deutschland wollen demnach über den Fernseher im Internet surfen. Bis 2014, so Intel, sollen zudem 91 Prozent des Internettraffics aus Videodaten bestehen.

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Dafür sei der Consumer-Electronics-Chip CE4100 prädestiniert, so der Chiphersteller. Intel hatte den Chip Ende September 2009 vorgestellt. Der Atom-basierte SoC bietet nicht nur Netzwerkschnittstellen für LAN und drahtlose Verbindungen, der in 45 Nanometern Strukturbreite gebaute Chip beherbergt zusätzlich einen Speichercontroller für DDR2/3 und Decoder für Full-HD-Video bis 1080p mit zwei Streams. Darüber hinaus soll der Chip auch unkomprimiertes Audio- und Videomaterial mit 1080p aufnehmen können.

Internetfernseher mit Tablet-Fernbedienung

Auf dem Fernseher Multyvision Isio von Technisat, der ebenfalls auf der Ifa 2010 zu sehen ist, zeigten Intel-Entwickler den Chip in Aktion. Über dem eigentlichen Fernsehbild liefen weitere Videostreams in Echtzeit in einer Vorschauleiste. Das Umschalten von einer Vorschau in das Vollbildformat erfolgte mit zwar merkbarer, aber minimaler Verzögerung. Internetadressen aus einer Favoritenliste ließen sich ebenfalls mit der Fernbedienung öffnen.

Die Intel-Entwickler hoben die Konnektivität zwischen dem Fernseher und weiteren Geräten hervor. So wurde eine Diashow auf einem Netbook drahtlos auf den Fernseher übertragen. Für die Eingabe von Internetadressen führte Tore Meyer von der Firma WeTab ein spezielles Applet auf dem Tablet-PC vor. Das WeTab lässt sich damit als erweiterte Fernbedienung verwenden.

Meego ideal für Hersteller und Kunden

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Laut Intel ist das WeTab der erste Tablet-PC überhaupt, der mit dem von Intel mitentwickelten Meego-Betriebssystem läuft. Das Linux-basierte Betriebssystem soll künftig vor allem für Chipsätze für Consumer Electronics weiter ausgebaut werden. Auf die Frage, warum Intel bei dem sogenannten Google-TV mit dem CE4100-SoC auf Android setzt, antwortete Intel-Manager Wilfred Martis, Intel sei bei der Wahl des Betriebssystems agnostisch, man wolle das Beste für Intels Chipsätze und den Konsumenten.

Das in Meego integrierte Qt-Framework soll vor allem Herstellern die Entwicklung eigener Benutzeroberflächen erleichtern und die Integration weiterer Treiber dank quelloffenem Linux-Kernel vereinfachen. Auch weitere Anwendungen aus der Open-Source-Welt sollen unter Meego zum Zuge kommen: Als Videoplayer setzt Intel auf angepasste Versionen von Mplayer und VLC. Zusammen mit dem CE4100 will sich Intel damit langfristig in der Consumer-Electronics-Sparte positionieren, etwa bei Fernsehern, Set-Top-Boxen oder bei Unterhaltungsgeräten in Autos.

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