Lichtstark: Canon entwickelt einen Riesensensor
Die Größe des Sensors soll vor allem die Lichtausbeute erhöhen. So kommt der Riesensensor mit einem Hundertstel des Lichts aus, das ein aktueller CMOS-Sensor aus Canons professionellen digitalen Spiegelreflexkameras benötigt. Laut Canon soll eine Beleuchtung von 0,3 Lux ausreichen, um mit dem Sensor Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Zur Auflösung des Sensors machte Canon keine Angaben.
Gefertigt wurde der 202 x 205 mm große CMOS-Sensor auf einem 300-mm-Wafer. Ein viel größeres Rechteck lässt sich aus dem runden Wafer nicht herstellen. Der Sensor ist rund 40-mal größer als Canons größter in aktuellen Kameras eingesetzter Sensor. Er dürfte aber mehr als 40-mal so teuer sein, denn bei kleinen Fehlern ist gleich ein ganzer Wafer Ausschussware, nicht nur einzelne Chips.
Mit einem ausgeklügelten Schaltkreisdesign will Canon in der Lage sein, den großen Sensor zügig auszulesen, so dass sich auch Videos damit aufzeichnen lassen. Anwendungsgebiete für den Riesensensor sieht Canon beispielsweise bei Sternaufnahmen in der Nacht oder bei der Aufzeichnung von nächtlichen Tieraktivitäten.
Erst in der vergangenen Woche hatte Canon einen CMOS-Sensor mit besonders hoher Auflösung von 120 Megapixeln vorgestellt. Mit diesem und auch dem neuen Riesensensor will Canon neue Möglichkeiten der digitalen Fotografie ausloten und aufzeigen.
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