Gerücht: Cisco soll 5 Milliarden US-Dollar für Skype bieten
Cisco soll circa 5 Milliarden US-Dollar für Skype geboten haben. Das berichtet das Onlinemagazin Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf zuverlässige Quellen. Der Routerhersteller wolle Skype übernehmen, bevor das Unternehmen seinen geplanten Börsengang vollziehen kann. Auch Google soll Interesse an Skype haben, fürchtet aber, dass die Wettbewerbsbehörden ein Zusammengehen der beiden Unternehmen verhindern würden. Skype will bei dem Börsengang 100 Millionen US-Dollar einnehmen.
Das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) und Cnet(öffnet im neuen Fenster) berichten ebenfalls über das Gerücht bei Techcrunch. Ciscos große Kompetenz im Bereich Internettelefonie könne Skype helfen, bessere Klangqualität und damit mehr kostenpflichtige Dienste einzuführen, so die Wirtschaftszeitung. Durch Googles VoIP-Dienst Google Voice stehe Skype unter Druck und Cisco könne für Skype zu einem wichtigen Partner werden. Die Integration der Skype-Technik in Ciscos Produkte wie Webex und Unified Communications würde die Produkte aufwerten, sagte Zeus Kerravala, Senior Vice President bei der Yankee Group zu Cnet.
Skype hat 560 Millionen registrierte Nutzer. Mit dieser Basis will Skype künftig neue Umsatzquellen wie Werbung, Spiele und virtuelle Güter erschließen. In vier der letzten fünf Jahre hatte Skype Verluste erwirtschaftet. Im ersten Halbjahr 2010 erzielte Skype jedoch einen Umsatz von 406 Millionen US-Dollar und einen Nettogewinn von 13,2 Millionen US-Dollar. 2009 erwirtschaftete Skype noch einen Umsatz von 719 Millionen US-Dollar und einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar. In einer Börsenmitteilung erklärte Skype, die Umsätze würden wegen Vereinbarungen mit dem US-Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless und den TV-Herstellern Samsung und LG steigen.
Cisco hat in der Vergangenheit gezeigt, dass der Konzern bereit ist, für Übernahmen viel Geld auszugeben: 1999 zahlte Cisco 7 Milliarden US-Dollar für Cerent, einen Ausrüster optischer Netzwerke. 2005 kaufte Cisco den Set-Top-Box-Hersteller Scientific Atlanta für 6,5 Milliarden US-Dollar. 2006 folgte der Kauf des Videokonferenzanbieters Webex für 3,2 Milliarden US-Dollar.
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