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Spieletest Worms Reloaded: Die Würmer melden sich zurück zum Dienst

In Worms Reloaded greifen Spieler in der zweidimensionalen Welt wieder zu verrückten Waffen und Werkzeugen, springen mit dem Ninjaseil herum – und missbrauchen Schafe als Sprengstoffersatz.
/ Alexander Syska
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Die lebensmüden Würmer ziehen wieder in den Krieg. Im neuen Teil der Worms-Reihe greifen Spieler zu Raketenwerfern und skurrilen Massenvernichtungswaffen, um die gegnerischen Würmer zu dezimieren. Das Spiel läuft nach wie vor rundenbasiert ab. Die zerstörbare Welt hält dabei viele verschiedene Möglichkeiten bereit, Würmer zu verschanzen.

Worms Reloaded – Test
Worms Reloaded – Test (01:47)

Allein in der Würmerwelt

Der Solomodus bietet eine Kampagne mit 35 Leveln, den Body-Count-Modus und das Kriegsgebiet. Die Kampagne ist jetzt ein Mix aus Rätseln, Wettrennen und ausweglosen Kampfszenarien. In den Rätseln geht es beispielsweise darum, einen Magneten so zu setzen, dass eine Mine in ein Loch fliegt und dort den Wurm tötet.

Die Rennen bestehen jetzt aus schlauchähnlichen Levels, in denen es darum geht, mit einem Ninjaseil oder einem Jetpack so schnell wie möglich einen Teleporter zu erreichen. Die Kämpfe hingegen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Vorgängern: Der Spieler bekommt Waffen und Würmer zur freien Verfügung und muss das gegnerische Team dezimieren.

Die zwei anderen Modi Body Count und Kriegsgebiet bieten ein zufallsgeneriertes Kampfgeschehen. In Body Count tritt ein Wurm immer gegen vier Würmer an. Sind sie explodiert oder ersoffen, teleportieren sich neue gegnerische Würmer mit mehr Lebenspunkten auf das Schlachtfeld. Das Spielchen geht so lange weiter, bis auch der eigene Wurm krepiert. Am Ende werden alle getöteten Würmer zusammengerechnet und als neuer Highscore gewertet.

Multiplayer-Action

Durchgeknallte Waffen, Kisten voller Extras, Minen und Explosionsfässer – die Karten im abwechslungsreichen Multiplayer-Modus bieten in Worms allerhand Überraschungen und erfordern strategisches Können. Dummerweise werden durch einen Fehler sowohl die gegnerischen als auch die eigenen Würmer vom Spiel oft automatisch zu dicht nebeneinander platziert. So entsteht ein hoher Flächenschaden, so dass schnell mehr Würmer sterben, als selbst dem Angreifer lieb ist.

Worms Reloaded hatte zum Testzeitpunkt noch andere Fehler: Von Zeit zu Zeit blieben Würmer in der Umgebung stecken, beispielsweise beim Schwingen mit dem Ninjaseil. Auch kam es bei der Nutzung der Chatfunktion zu einem Sprung-Bug(öffnet im neuen Fenster) : Die Würmer sprangen unaufhaltsam und ohne Einwirkung des Spielers in den Freitod. Im Steam-Support-Forum(öffnet im neuen Fenster) berichten Spieler ebenfalls von diesem Bug, allerdings in der Solokampagne.

Worms Reloaded ist für Windows-PC erhältlich und kostet knapp 20 Euro. Der Titel wird über Valves Onlineplattform Steam vertrieben und bietet eigene Errungenschaften (Achievements). Hardwarehungrig ist der 2D-Titel nicht. Das neue Worms setzt mindestens einen Prozessor mit 1,25 GHz, 1 GByte RAM und eine 128-MByte-Grafikkarte voraus und ist somit auch für Laptopspieler interessant.

Fazit

Mit dem aufgebesserten Worms ist es Team17(öffnet im neuen Fenster) gelungen, den Klassiker neu aufleben zu lassen. Altbekannte und neue, total verrückte Waffen stehen virtuellen Wurmtreibern zur Verfügung. Die Bugs, die im Test auftraten, zeigen, dass noch Patchbedarf besteht. Trotzdem sollten sich Mehrspielerfreunde, die die Vorgänger mochten, das Spiel genauer ansehen.


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