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Deutsche Autohersteller sehen in der Batterie ein Differenzierungsmerkmal

Der Chef der Daimler-Antriebsentwicklung, Herbert Kohler, winkt ebenfalls ab: "Technisch sehr aufwendig und nicht unbedingt notwendig". Schon derzeit reiche bei Stadtflitzern eine volle Batterieladung für die üblichen Cityfahrten vollkommen aus, argumentiert er. Zudem würden Batterien künftig noch leistungsfähiger und die Ladezeiten kürzer.

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Auch VW zeigt dem Agassi-Konzept die kalte Schulter. Die Wolfsburger fürchten um ihre Hoheit über die Flexibilität beim Design der Autos. Denn für einen schnellen Austausch der noch dutzende Kilogramm schweren Energiespeicher müssten die Batterien in allen Fahrzeugtypen der verschiedenen Marken einfach zugänglich sein, was den Spielraum der Autokonstrukteure stark beschränkte. "Und dazu kommt als Autofahrer das mulmige Gefühl, eine entladene Batterie gegen eine tauschen zu müssen, von der man nicht weiß, in welchem Zustand, wie alt und wie leistungsfähig sie noch ist", heißt es bei Volkswagen.

Wir verkaufen Mobilität, keine Fahrzeuge

"Die deutschen Autobauer sehen in der Batterie ein Differenzierungsmerkmal zu ihren Wettbewerbern, wir nicht", sagt Rolf Schumann, der für das Deutschland-Geschäft von Better Place zuständig ist. Seine Firma verkaufe Kilometer und Mobilität, keine Fahrzeuge. Auf Zustimmung stößt Better Place vor allem in Ländern ohne eigene Fahrzeugindustrie. Dort wird investiert, um die Verbreitung von Elektroautos zu forcieren: In Israel - etwa so groß wie Hessen - wird der Bau des Stationsnetzes zum Tausch der Fahrzeugakkus rund 150 Millionen Dollar verschlingen.

In Deutschland - mit seiner starken Autobranche - wurde Better Place im Mai dagegen nicht einmal zum Elektromobilitätsgipfel der Bundesregierung mit der Industrie eingeladen.

Daimler und Bosch wittern bei Batterien großes Geschäft

"Für den Massenmarkt sind Wechselbatterien noch nicht geeignet", heißt es beim Zulieferer Bosch. Bosch wittert wie Daimler bei Batterien für Elektroautos das große Geld: Beide Konzerne stecken hunderte Millionen Euro in die Eigenentwicklung und die Massenproduktion von Fahrzeugakkus, um bei dieser Zukunftstechnologie nicht eines Tages von Lieferanten abhängig zu werden. "Wir kämpfen derzeit um jedes Kilogramm weniger an Gewicht und jeden Zentimeter weniger an Größe, um die Batterien für Elektroautos kleiner, kompakter und billiger zu machen", sagt ein Bosch-Sprecher. In diesem Stadium behindere eine Standardisierung der Fahrzeugbatterie nur die Entwicklung. [Quelle: Handelsblatt]

 Better Place: Fahren ohne nachladen - aber nicht in Deutschland
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