Cogent Systems: 3M übernimmt Biometrie-Gerätehersteller
3M übernimmt den Biometrie-Gerätehersteller Cogent Systems für 943 Millionen US-Dollar. Da Cogent Systems über einen hohen Bestand an Barmitteln verfügt, zahlt 3M tatsächlich nur 430 Millionen US-Dollar für das US-Unternehmen, gab 3M bekannt. Der Mischkonzern 3M will mit der Übernahme seine Produktpalette für Biometriegeräte ausbauen. 3M bietet bereits Grenzsicherungstechnik, Dokumentenlesegeräte und Maschinen zur Herstellung von Pass- und Visaprodukten an.
Der Aufsichtsrat von Cogent Systems hat den Aktionären empfohlen, das Übernahmeangebot zu akzeptieren. 3M bietet den Aktionären 10,50 US-Dollar je Aktie, was nur knapp über dem Freitagsschlusskurs von 8,91 US-Dollar liegt. Der Cogent-Gründer und Vorstandvorsitzende Ming Hsieh, dem 38 Prozent an der Firma gehören, wolle seine Anteile abgeben. Er werde auf einer wichtigen Position im Unternehmen bleiben, hieß es.
Cogent Systems hat seinen Sitz im kalifornischen Pasadena und beschäftigt 500 Menschen. Hauptsächlich für Regierungsstellen, Strafverfolgungsbehörden und große Unternehmen stellt Cogent Systems Lesegeräte für Finger- und Handballenabdrücke und Irisscanner her. Fast 80 Prozent seines Umsatzes macht Cogent Systems mit der US-Regierung. Mit der Übernahme durch 3M kann der Hersteller auch stärker auf den globalen Vertrieb setzen. Gegründet wurde Cogent Systems im Jahr 1990.
3M hat weltweit 75.000 Beschäftigte und ist bekannt für Post-It-Klebenotizzettel und Klebebänder der Marke Scotch. Im IT-Sektor fertigt 3M Leiterplatten, Verbindungskomponenten für Kupfer- und Glasfasernetzwerke, Netzwerkkomponenten und vieles mehr. Imation wurde 1996 von 3M ausgegründet.



