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Glibc

Oracle gibt Sun-RPC in Glibc unter BSD-Lizenz frei

Das jahrelange Ringen um die Freigabe von Sun-RPC hat ein Ende: Oracle hat die Lizenz für die Remote Procedure Calls auch für Glibc und Krb5 freigegeben. Sie werden unter die BSD-Lizenz gestellt. Damit ist die C-Klassen-Bibliothek Glibc vollständig GPL-kompatibel.

Artikel veröffentlicht am ,

Bislang stand der größte Teil der Glibc-Bibliothek unter der LGPL. Die darin enthaltenen Sun-RPC, die unter anderem im Dateisystem NFS zur Verwendung kommen, standen bisher unter einer speziellen Sun-Lizenz. Diese erlaubte zwar die freie Verwendung des Codes, nicht aber die Weitergabe: "Benutzer können die Sun RPC kostenlos kopieren oder modifizieren, dürfen sie aber an Dritte weder lizenzieren noch verteilen, außer als Teil eines Produkts oder einer Anwendung, die von dem Benutzer entwickelt wurde." Fünf Jahre bevor Richard Stallman die GPL veröffentlichte, war die Lizenz 1984 erschaffen worden.

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Debian-Entwickler stolperten 2002 über die Lizenz. Daraufhin wurden drei Möglichkeiten erörtert, wie die Lizenzprobleme aus der Welt geschafft werden könnten: Die komplette Entfernung des Codes hätte die Unterstützung für NFS verhindert. Das Umschreiben des Codes in eine freien Variante stand ebenfalls nicht lange zur Debatte, da der Code inzwischen zum Standard unter Unix avanciert war. Die Umstellung auf Alternativen wäre äußerst umfangreich gewesen.

Die Debian- und Fedora-Entwickler entschieden sich für die dritte Alternative: Sie baten Sun um eine Lizenzänderung und verwendeten den Code in der Hoffnung weiter, dass der damalige Besitzer der Änderung zustimmen würde. Die erste Anfrage ging bereits 2005 bei Sun ein. Der damalige Sun-Mitarbeiter Simon Phipps versprach, sich darum zu kümmern.

Nach mehrmaligen Anfragen meldete Phipps im Februar 2009, Sun hätte einer Änderung in eine BSD-Lizenz zugestimmt. Allerdings hatte Sun damals den entsprechenden Code in den Paketen Rpcbind 0.1.6, Nfs-utils-lib 1.1.3, Nfs-utils 1.1.3, Libtirpc-0.1.9 und Portablexdr 4.0.11 freigegeben. Diese hatten die Debian- und Fedora-Entwickler explizit beanstandet. Es fehlten aber noch die Codeteile in Netkit-rusers, Krb5 und vor allem Glibc.

Inzwischen ist Sun aber in Oracle aufgegangen. Eine Anfrage bei dem Datenbankkonzern wurde am 18. August 2010 positiv beantwortet; die Lizenz dürfe auch in diesen Paketen verändert werden. Glibc wurde jetzt mit den Änderungen versehen, Krb5 soll in wenigen Tagen folgen.

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Klaus5 31. Aug 2010

Ich schrieb bereits das ich genau das inzwischen tue, warum also forderst Du mich...

Verwirrt 30. Aug 2010

Was genau hast du an nicht verstanden?


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