Atom N550: Netbooks mit neuem Dual-Core verspäten sich

Der taiwanische Branchendienst Digitimes berichtet(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Quellen bei PC-Herstellern, dass sich viele Unternehmen nicht gerade beeilen, Netbooks mit dem Atom N550 auf den Markt zu bringen. Intel hatte diesen Prozessor, der erstmals zwei Atom-Kerne mit Grafik bei unter 8,5 TDP bietet, kurz vor AMDs Vorstellung der Bobcat-Architektur angekündigt.
Dabei gab der Chiphersteller an, Acer, Asus, Fujitsu, Lenovo, LG, Samsung, MSI und Toshiba wollten Netbooks mit dem neuen Prozessor auf den Markt bringen. Offizielle Ankündigungen all dieser Unternehmen stehen aber eine Woche nach Vorstellung des neuen Atoms noch aus.
Digitimes nennt als Beispiel für die Zurückhaltung der Firmen Acer, deren Modell Aspire One D255 erst im September in den USA und danach in Taiwan auf den Markt kommen soll. Das Gerät geistert bereits länger durch Blogs und soll dabei mal mit einem N450 (Single-Core) und mal mit dem N550 (Dual-Core) bestückt sein. Ebenso wenig gibt es einen festen Termin für einen vermeintlichen Eee PC 1015PEM mit dem N550, den unter anderem Cnet entdeckt(öffnet im neuen Fenster) haben will.
Als Grund für diese nicht gerade übertriebene Eile nennt das taiwanische Medium die allgemeine Kaufzurückhaltung bei Endverbrauchern und die Beliebtheit von Apples iPad. Dass der zuletzt wieder florierende Markt für Consumer-PCs wieder einknickt, belegt auch eine aktuelle Umsatzwarnung von Intel . Das Unternehmen nennt als Grund für seine gesenkten Erwartungen ebenfalls Schwächen im Geschäft mit Computern für zu Hause.