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ZFS-Dateisystem: Natives Kernel-Modul geplant

Mitte September 2010 soll der Quellcode für ein ZFS-Kernel-Modul für den Linux-Kernel veröffentlicht werden. Das Modul soll eine brauchbare Posix-Schicht mitbringen und mit ZFS Pool Version 18 funktionieren. Der Entwickler Knowledge Quest Infotech will RPM-Dateien für Red Hat Enterprise Linux 6 Beta 2 und Fedora 12 anbieten.
/ Jörg Thoma
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Die Firma Knowledge Quest Infotech(öffnet im neuen Fenster) hat im Forum der Newsseite Phoronix(öffnet im neuen Fenster) ein ZFS-Kernel-Modul für Mitte September angekündigt. Das Modul soll nicht über Fuse, sondern nativ mit dem Linux-Kernel kommunizieren. Eine funktionierende Posix-Schicht soll es bereits geben.

Bislang verhinderten Lizenzprobleme zwischen ZFS und Linux die native Portierung eines Kernel-Moduls. ZFS steht unter der CDDL, die zur GPL inkompatibel ist. Deshalb gibt es auch keine Pläne, den Treiber bei den Kernel-Entwicklern einzureichen. Das Modul von Knowledge Quest Infotech soll mit der Version 18 von Zpool kompatibel sein, aktuell ist Version 21. Damit fallen beispielsweise die Deduplizierung und weitere Funktionen weg.

Um die Lizenzprobleme zu umgehen, haben die Entwickler bei Knowledge Quest Infotech angeblich bei der Entwicklung auf die Verwendung von GPL-Symbolen des Kernels verzichtet. Der Quellcode des angepassten ZFS-Moduls soll weiterhin unter der CDDL stehen.

Zusammen mit Oracle haben Entwickler am Lawrence Livermore National Laboratory bereits ein natives Linux-Kernel-Modul für das Dateisystem ZFS entwickelt. Das gemeinsame Projekt sollte langfristig das verteilte Dateisystem Lustre unter Linux auf dem ZFS-Dateisystem zur Verfügung stellen. Auch hier stehen Lizenzprobleme im Wege: Anwender müssen das Kernel-Modul selbst in Binärform übersetzen, um es zu verwenden. Inzwischen haben die Entwickler auch dort die Posix-Schicht eingepflegt. Zwar gibt es seit längerem ein Fuse-Modul, das aber nicht an die Leistung eines nativen Treibers herankommt.

Das ZFS-Modul soll von Knowledge Quest Infotech als RPM-Datei für Red Hat Enterprise Linux 6 sowie für Fedora 12 bereitgestellt werden. Die Unterstützung für Ubuntu 10.04 haben die Entwickler ebenfalls zugesagt, allerdings wollen sie hierfür nur den Quellcode anbieten. Der Treiber soll ausschließlich in einer 64-Bit-Version verfügbar sein.


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