Rückfall

Intel gibt Umsatzwarnung ab

Intel hat in der vergangenen Nacht eine Umsatzwarnung ausgegeben. Laut den Analysten ist der erneute Einbruch der US-Wirtschaft die Ursache. Aber auch in Europa zeigte sich eine schwächere Nachfrage.

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Intel-Chef Paul Otellini
Intel-Chef Paul Otellini

Intel wird im laufenden Quartal seine Umsatzziele nicht erreichen. Schuld sei die schwache Nachfrage für mobile Computer in den USA und Europa, gab das Unternehmen bekannt. Der Umsatz werde bei 10,8 Milliarden US-Dollar bis 11,2 Milliarden US-Dollar, die Bruttomarge bei 66 Prozent liegen. Im Juli 2010 hatte Intel noch eine Umsatzprognose von 11,2 Milliarden US-Dollar bis 12 Milliarden US-Dollar, bei einer Bruttomarge von 67 Prozent abgegeben. Zu der Zeit hatte Intel die Analysten mit seinem Optimismus überrascht.

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Anfang des Monats warnte Cisco-Chef John Chambers bereits vor "ungewöhnlichen Unsicherheiten" in der Weltwirtschaft, was sich auf den Umsatz auswirken könne. Die Analysten bei Gartner hatten erst kürzlich ihre Erwartungen für das Wachstum der IT-Ausgaben der Unternehmen von 4,1 Prozent auf 2,9 Prozent gekürzt.

Intel wurde von der negativen Entwicklung offenbar überrascht: Der weltgrößte Chiphersteller hatte sich als einer der ersten US-Konzerne von der Weltwirtschaftskrise erholt und in modernere Maschinen investiert, Neueinstellungen vorgenommen und im letzten halben Jahr sehr optimistische Prognosen abgeliefert. Bei den Übernahmen von McAfee und der mobilen Chipsparte von Infineon gab der Konzern 7,68 Milliarden US-Dollar und 1,4 Milliarden US-Dollar aus.

Die US-Wirtschaft zeigt Anzeichen eines Rückfalls in die Krise. Asustek hatte zudem Anfang August 2010 davor gewarnt, dass das iPad den Absatz seiner Netbooks schade. Die Investmentbank Goldman Sachs veröffentlichte nach Intels Umsatzwarnung einen Kommentar. Danach sei die Nachfrageschwäche bei Endkundennotebooks "zu großen Teilen der Kannibalisierung durch das iPad geschuldet".

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