Vodafone TV: Fernsehen über Internet, Kabel und Satellit
Noch vor Weihnachten soll Vodafone TV starten und dann den DSL-Kunden von Vodafone(öffnet im neuen Fenster) angeboten werden. Diego Massidda, Chef der für Vodafone TV zuständigen Abteilung Video & Connected, Home & Group Marketing, präsentierte Golem.de im Vorfeld der Ifa 2010 die dafür vorgesehene Set-Top-Box.
Herz der Vodafone-TV-Box ist ein Multimediaprozessor von ST Microelectronics, dem ein Transcoder-Chip zur Seite steht. Damit nicht nur Vodafones Fernsehstreams empfangen werden können, gibt es noch je zwei Tuner für Kabel- (analog/digital) und Satellitenfernsehen. Das ist zwar vor allem für Free-TV-Sender gedacht, es gibt jedoch einen CI-Slot etwa für den Empfang der Pay-TV-Kanäle von Sky. Maximal zwei Fernsehprogramme kann die Box gleichzeitig auf ihre verschlüsselte Wechselfestplatte aufnehmen. An den Fernseher oder Projektor wird die Box mittels HDMI angeschlossen, Ton wird digital über SPDIF oder analog in Stereo ausgegeben.
Die Kombination der verschiedenen Fernsehempfangsmethoden wird laut Massidda vor allem den Kunden helfen, die aufgrund von Bandbreitenproblemen nicht mehr als einen IPTV-Stream auf einmal empfangen können. Vodafone TV wird darüber hinaus auch ein Video-on-Demand-Angebot umfassen, es werden also auch Mietfilme angeboten. Zudem wird es IPTV-Programmpakete etwa für Familien oder internationale Sender geben – die dann auch jeweils ein kostenloses Video-on-Demand-Archiv umfassen.
Vernetzt mit Twonky
Die Box soll sich später mit der Software Twonky(öffnet im neuen Fenster) über Ethernet mit anderen UPnP- und DLNA-Geräten vernetzen können. So kann sie selbst Videos, Musik und Fotos nicht nur von USB-Datenträgern oder SD-Karten, sondern etwa auch von Netzwerkspeichern wiedergeben. Außerdem sollen andere Twonky-kompatible DLNA-Geräte, PCs und später auch Macs direkt auf die aufgenommenen Fernsehsendungen zugreifen können. Auch Smartphone-Applikationen sind geplant – in Kürze soll eine Android-App so weit sein, eine für iPhones soll folgen.
Lässt sich ein Format nicht von dem ST-Microelectronics wiedergeben, etwa wegen zu hoher Bitrate, soll sich der Transcoder um die Konvertierung kümmern. Der Transcoder-Chip dient ansonsten der Umwandlung analoger Fernsehsignale, um sie mit der Box wiedergeben und aufzeichnen zu können. Die Hardware soll leistungsfähig genug sein, um einige Jahre lang mit neuen Funktionen erweitert werden zu können und nicht zu schnell ausgemustert werden zu müssen.
Zum Start von Vodafone TV wird sich die Set-Top-Box noch auf die Fernseh- und Videorekorderfunktionen beschränken. In den kommenden Monaten soll dann die Twonky-Integration abgeschlossen sein. In Vodafones WLAN-DSL-Router ist Twonky hingegen bereits integriert.
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