Bieterschlacht: 3Par nimmt neues Angebot von Dell an
Der Speicherhersteller 3Par hat heute ein weiteres, nachgebessertes Übernahmeangebot von Dell über 1,8 Milliarden US-Dollar angenommen. Das gab 3Par in einer Börsenmitteilung bekannt.
Die Computerhersteller Dell und Hewlett-Packard liefern sich einen offenen Schlagabtausch um die Kontrolle über den Hersteller von Storage-Arrays für Cloud-Computing. Dell hatte in der letzten Woche ursprünglich 1,25 Milliarden US-Dollar für 3Par geboten. Hewlett-Packard hatte danach ein Angebot über 1,6 Milliarden US-Dollar vorgelegt. Gestern folgte ein neues Angebot von Dell und danach wieder ein höheres Gebot von Hewlett-Packard, das Dell dann noch einmal überboten hatte. Die jetzige Offerte von Dell ist das fünfte öffentlich vorgelegte Angebot für 3Par.
Dell wolle das Bieterrennen "in jedem Fall durchziehen", berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise.
Laut der Mitteilung von 3Par hat Dell-Chef Michael Dell den 3Par-Boss David C. Scott in der vergangenen Nacht angerufen und ihn über das neue Gebot informiert. Dell erhält eine Kündigungsgebühr von 72 Millionen US-Dollar, falls 3Par sich doch noch für ein konkurrierendes Gebot entscheiden sollte.
3Par zeigt sich in seinem Firmenblog unter der Überschrift "Irgendwas muss dran sein an 3Par" erheitert über das plötzliche Interesse der IT-Branche an dem Unternehmen. Die Firma wurde von Server-Cluster-Entwicklern gegründet, die zuvor über zehn Jahre bei Sun Microsystems tätig waren, heißt es dort. Den Produktbereich, in dem sie gearbeitet hatten, nannte die Branche vor sieben Jahren noch Utility Computing, heute Cloud-Computing. Sieben der zehn größten Cloud-Unternehmen gehörten zu den Kunden von 3Par.
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