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Lenovo: Ebox soll Kinect Konkurrenz machen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo will in Kürze eine eigene Spielekonsole auf den Markt bringen, die über eine Bewegungssteuerung verfügt.
/ Achim Sawall
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Designstudie des Herstellers
Designstudie des Herstellers

Lenovo will mit einer eigenen Spielekonsole Microsofts Xbox 360, Nintendos Wii und Sonys PS3 angreifen. Wie die Tageszeitung China Daily(öffnet im neuen Fenster) heute aus Managementkreisen berichtet, hat Lenovo am 9. August 2010 ein Team von 40 Entwicklern in die Firma Beijing Eedoo Technology(öffnet im neuen Fenster) ausgegliedert. Sie sollen die Ebox entwickeln, eine Konsole, die mit Microsofts Xbox 360 mit der Bewegungssteuerung Kinect vergleichbar sein soll.

Lenovo, Legend Holdings und Legend Capital finanzieren Beijing Eedoo Technology, so die Zeitung. Hinter der Legend Holdings und Legend Capital steht die Chinesische Akademie der Wissenschaften, die direkt dem Staatsrat des Landes untersteht.

Direkter Vergleich mit Microsoft

"Wir sind nach Microsoft weltweit das zweite Unternehmen, das eine controllerlose Spielekonsole herstellt" , sagte der frühere Lenovo-Abteilungsleiter Jack Luo, der Präsident bei Beijing Eedoo Technology ist, China Daily. Die Ebox setzt bei der Bewegungsaufzeichnung des Anwenders auf eine Kamera. Die Ebox könnte im November 2010 oder im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen, so der Bericht. Der Preis soll leicht unter dem der Xbox 360 liegen.

Die Ebox soll sich an Familien richten und weniger an Hardcore-Spieler. "Unser Produkt ist für die ganze Familie konzipiert. Die Ebox hat möglicherweise keine exquisite Spielegrafik und kann keine ausufernde Gewalt darstellen, aber sie regt Menschen an, von der Couch aufzustehen und sich zu bewegen" , sagte Luo.

120 Millionen Familien in den chinesischen Metropolen seien potenzielle Käufer. Jährlich hofft Luo auf 1 Million verkaufte Konsolen. Die Ebox soll zusammen mit 30 kostenlosen Spielen in den Verkauf kommen, erklärte Luo.


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