Canon: Neue Objektive vom Fisheye bis zum Supertele
Das Canon EF 8-15mm 1:4L ist das erste Fisheye-Zoom von Canon. Es kann sowohl an Vollformat- als auch an APS-C- und -H-Kameras eingesetzt werden und besitzt einen Ultraschallautofokusmotor. In Kombination mit einer Canon-Vollformatkamera besteht die Wahl zwischen einer kreisrunden 180-Grad-Abbildung oder einer Abbildung über das gesamte Vollformatbild mit der für ein Fisheye üblichen Verzerrung. Für den Einsatz mit den kleineren APS-C- oder APS-H-Sensoren sind die Markierungen C und H gedacht. Sie zeigen die Zoomstellungen an, bis zu denen eine vignettierungsfreie Aufnahme möglich ist. Für Kameras mit APS-C-Sensor besitzt das Objektiv eine Zoomsperre. Damit sind dann nur noch Aufnahmen möglich, die das gesamte Bildfeld ohne Randabschattung abbilden.
Das Objektiv ist gegen Staub- und Spritzwasser geschützt und soll ab Januar 2011 für rund 1.400 Euro in den Handel kommen.
Das Telezoom Canon EF 70-300mm 1:4-5,6L IS USM arbeitet ebenfalls mit einem Ultraschallautofokusmotor und ist zusammengeschoben 14,3 cm lang. Es soll als Reiseobjektiv für Porträt-, Natur- und Actionaufnahmen geeignet sein. Ein optisch-mechanischer Bildstabilisator ist ebenfalls dabei. Die Naheinstellgrenze beträgt über den gesamten Brennweitenbereich 1,2 Meter.
Das Objektiv soll ab Ende Oktober 2010 für rund 1.500 Euro erhältlich sein und ist ebenfalls gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Die Stativbuchse für den Anschluss des Objektivs an ein Stativ ist optional erhältlich.
Für Profis sind die beiden Festbrennweiten Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM und EF 400mm 1:2,8L IS II USM gedacht. Mit Ultraschallautofokusmotor und Bildstabilisator ausgerüstet sind diese lichtstarken Objektive vor allem für Sport- und Naturfotografen interessant.
Die Gehäuse bestehen aus einer Magnesiumlegierung sowie Titanelementen und sollen neben der notwendigen Stabilität auch für einige Gewichtsersparnis sorgen. Das 400-mm-Objektiv ist gegenüber seinem Vorgänger rund 1,5 kg leichter geworden, beim 300-mm-Modell sind es aber nur 200 Gramm. Die optische Konstruktion besteht aus jeweils 16 Linsen in zwölf Gruppen, wobei Canon Fluoritlinsen gegen chromatische Aberrationen einsetzt.
Der optische Bildstabilisator soll bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten erlauben. Der zweite Bildstabilisierungsmodus für Stativaufnahmen soll ebenfalls effektiver arbeiten. Ferner gibt es jetzt einen dritten Modus, der den Bildstabilisator nur während der Aufnahme aktiviert.
Beim Scharfstellen wurde auch an die Canon-Fotografen gedacht, die das Objektiv zum Filmen einsetzen. In einem speziellen Modus kann die manuelle Scharfstellung elektrisch unterstützt werden. Zwar wird der Fokusvorgang von Hand angestoßen, aber mit dem Motor unterstützt. So sollen Ruckler vermieden werden.
Beide Teleobjektive sollen ab Dezember 2010 im Handel sein. Das 300-mm-Modell für rund 6.600 Euro, die 400-mm-Optik für 10.500 Euro.
Außerdem hat Canon(öffnet im neuen Fenster) die Entwicklung von neuen Superteleobjektiven angekündigt. Prototypen des EF 500mm 1:4L IS II USM und des EF 600mm 1:4L IS II USM sollen auf der Photokina 2010 im September gezeigt werden. Wann die Seriengeräte in den Handel kommen, ist jedoch genau wie die Preisgestaltung noch nicht bekannt.
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