Abo
  • Services:

MPEG LA

H.264 für Webvideos bleibt kostenlos

Auch über den 31. Dezember 2015 hinaus kann die Videokompression AVC/H.264 (MPEG-4 Part 10) für frei zugängliche Internetvideos kostenlos genutzt werden, kündigte die MPEG LA an. Bislang galt die Regelung nur zeitlich begrenzt.

Artikel veröffentlicht am ,
MPEG LA: H.264 für Webvideos bleibt kostenlos

Bisher galt: Wer Internetvideos Endkunden kostenlos zur Verfügung stellt, muss in den nächsten Jahren keine Lizenzgebühren für die Verwendung der Videokompression an die MPEG LA abführen. Diese verwaltet ein Patentportfolio rund um den Videostandard. Doch diese Regelung war zunächst bis Ende 2010 beschränkt und wurde im Februar 2010 auf die Lizenzperiode bis Ende 2015 verlängert.

Stellenmarkt
  1. MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen
  2. PFALZKOM | MANET, Ludwigshafen

Nun aber kündigte die MPEG LA an, dauerhaft keine Lizenzgebühren für Webvideos, die kostenlos angeboten werden, einzufordern. Mit der Ankündigung, H.264 für Webvideos dauerhaft kostenlos zur Verfügung zu stellen, reagiert die MPEG LA auch auf Googles freies Webvideoformat WebM. Denn die MPEG LA räumt einen wesentlichen Kritikpunkt aus dem Weg: die Gefahr, dass in Zukunft für die kostenlos verbreitete Technik später abkassiert wird.

Nicht für alle Formen von Internetvideos kann H.264 kostenlos genutzt werden. Wer H.264-Videos im Web kostenpflichtig bereitstellt, muss sowohl heute als auch in Zukunft Lizenzgebühren abführen. Gleiches gilt für andere Nutzungsformen, beispielsweise IPTV, Blu-ray-Medien oder Software, die H.264-Videos erstellt oder wiedergibt.

Genau das aber macht die Integration von H.264 in Open-Source-Software problematisch bis unmöglich, wie Mozilla wiederholt dargestellt hat. Zwar könnte sich Mozilla die nach oben hin begrenzten Lizenzgebühren, die für Firefox anfallen würden, durchaus leisten, nur eine Weiterverbreitung der freien Software durch andere wäre nur ohne H.264-Unterstützung möglich, was dem Open-Source-Gedanken zuwiderläuft.

Die von der MPEG LA lizenzierten Patente decken für den Codec wesentliche Technologien ab. Es gibt aber keine Garantien dafür, dass nicht auch darüber hinaus Patente existieren, die ihre Inhaber erst zu einem späteren Zeitpunkt geltend machen. Das ist aber ein Problem, das sich grundsätzlich stellt und nicht spezifisch für H.264 ist. Die Problematik trifft auch freie Formate wie WebM in gleicher Art und Weise. Niemand kann zu 100 Prozent sicherstellen, dass nicht irgendein Patentinhaber in einigen Jahren Rechte geltend macht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. auf ausgewählte Corsair-Netzteile

anonymous2 27. Aug 2010

Und durch Steuergelder. Wusstest du das? DU bezahlst (ich nicht, ich bin ab Montag...

mirnichda 26. Aug 2010

Ich kenne keinen h264-compliant encoder, der ksotenlos und legal ist. Richtig ist: der...

titrat 26. Aug 2010

Für das Kodieren fallen keine Lizenzgebühren an, sondern nur für den Encoder/Decoder...

Uschi12 26. Aug 2010

kein Text

Tenso 26. Aug 2010

Ganz schön blöd, dass sich die MPEG LA jetzt erst zu diesem Schritt durchringen konnte...


Folgen Sie uns
       


Ubitricity ausprobiert

Das Berliner Unternehmen Ubitricity hat ein eichrechtskonformes System für das Laden von Elektroautos entwickelt. Das Konzept basiert darauf, dass nicht die Säule, sondern der Kunde selbst für die Stromzählung sorgt.

Ubitricity ausprobiert Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

    •  /