Black Prophecy: Mit Reakktor durch den Weltraum düsen
Auf der Gamescom zeigte Gamigo(öffnet im neuen Fenster) eine aktuelle Vorabversion von Black Prophecy. Die Hintergrundgeschichte des Massively Multiplayer Online Games (MMOG) stammt unter anderem vom Buchautor Michael Marrak(öffnet im neuen Fenster) , der mittlerweile fest beim Hannoveraner Spielestudio Reakktor(öffnet im neuen Fenster) angestellt ist. Zum Spielstart wird es zwei spielbare Fraktionen geben, die eine setzt auf technische, die andere auf genetische Verbesserung des menschlichen Körpers.

Raumgefechte mit Story
Die Spieler werden nach der Erstellung ihres Raumschiffpiloten Stück für Stück mit der Hintergrundgeschichte und der Steuerung vertraut gemacht. Als Passagiere eines Kolonieschiffs müssen sie erst religiös motivierte Piraten zurückschlagen, nicht im Raumschiff, sondern mit einem Bordgeschütz. Erst danach geht es ins eigene Raumschiff, das sich durch Module komplett umbauen lässt. Jede der beiden Fraktionen hat ein eigenes Raumschiff-Basismodell, das sich nicht austauschen lässt.
Zu den Schiffsmodulen zählen Geschütze, Raketenwerfer, Schildgeneratoren und Antriebe. Mit dem Erlernen verschiedener Fertigkeiten können etwa Waffen mehr Schaden anrichten, erhitzen weniger oder verbessern sich in der Reichweite. Außerdem lassen sich Tastenkombinationen freischalten, mit denen das Schiff automatisch bestimmte Kampfmanöver fliegt. Da Gewicht eine große Rolle in Black Prophecy spielt, wirkt sich die Modulbestückung auf die Geschwindigkeit des eigenen Raumschiffs aus.
Raumschiff und Fertigkeiten werden auf Raumstationen verbessert. Noch sind die Raumstationen aber unbelebt und lassen sich nicht begehen. Das soll sich in einer der geplanten Erweiterungen für Black Prophecy ändern, hieß es seitens Gamigo. Ein Zeitplan dafür wurde aber noch nicht genannt.
Präsentation mit Schwächen
Reakktor hat für Black Prophecy die Gamebryo-Engine lizenziert. Der Sternenhimmel des MMOGs wird damit sehr hübsch in Szene gesetzt und auch die Zwischensequenzen werden damit realisiert. In der Vorabversion waren die Zwischensequenzen jedoch nicht besonders aufregend und schafften es auch nicht, die Geschichte auf verständliche Art zu vermitteln. Mal waren Gegner nicht gleich als solche zu erkennen und mal explodierte unverhofft ohne erkennbaren Grund ein Schlachtschiff in der Nähe einer Raumstation, obwohl es hieß, dass beide nach einem Angriff kollidiert sein sollen.

Der Zugang zu Black Prophecy wird kostenlos sein, gegen Bezahlung sollen sich Spieler nur Zeitvorteile oder aufwendigere Raumschifflackierungen, aber kein besonderes Equipment kaufen können, um die Spielbalance nicht zu gefährden. Im November 2010 wird voraussichtlich die offene Betaphase starten. Ein Starttermin wird laut dem Spielepublisher Gamigo aber bewusst noch nicht genannt, es sollen erst die Ergebnisse des offenen Betatests abgewartet werden. Das lässt darauf schließen, dass Black Prophecy frühestens 2011 starten wird.