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Android-DRM bietet nur wenig Schutz

Google bestätigt Berichte, dass der hauseigene DRM-Schutz für Android-Apps unter Umständen leicht zu knacken ist. Schuld daran sollen die App-Entwickler sein, weil sie auf die Verschleierung ihres Programmcodes verzichtet haben.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

What diff'rence a byte makes! In den vergangenen Tagen ist von verschiedenen Medien auf eine Schwachstelle in Googles System für digitales Rechtemanagement (DRM) für Android-Apps hingewiesen worden. Mit Hilfe eines Disassemblers und mit einigen Programmierkenntnissen soll es vergleichsweise einfach sein, den DRM-Schutz für Android-Apps auszuhebeln. Dazu genüge es, die paar Bytes zu ändern, die einer App signalisieren, dass es sich um eine legale Kopie handelt. Anschließend kann die App beliebig kopiert, weitergegeben und genutzt werden. Bei Youtube ist ein entsprechendes Demovideo zu finden.

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Inzwischen hat sich Tim Bray von Google in einem Blogeintrag zu dem Problem geäußert. Die Schuld sieht Bray jedoch nicht bei Google, sondern bei den App-Entwicklern selbst: "Der Lizenzdienst bietet eine Infrastruktur, die Entwickler nutzen können, um angepasste Authentizitätsprüfungen für jede ihrer Apps zu schreiben. Das erste Release wurde mit einer denkbar einfachen Beispielimplementierung ausgeliefert. Diese war einfach zu verstehen und anzupassen, statt auf Sicherheit fokussiert zu sein. Manche Entwickler haben einfach dieses Beispiel übernommen, was ihre Anwendungen leicht angreifbar macht. Die Angriffe, die wir bisher beobachtet haben, betreffen allesamt Anwendungen, bei denen die Autoren es unterlassen haben, ihren Code zu verschleiern [obfuscate], wie wir es dringend empfehlen."

Insgesamt sieht Bray in der Einführung des Lizenzdienstes einen "deutlichen Schritt vorwärts". Ein hundertprozentiger Schutz vor Piraterie sei "schlicht unmöglich". Der korrekte Einsatz der License Verification Library (LVL) durch die App-Entwickler würde jedoch den Piraten das Handwerk deutlich erschweren. [von Robert A. Gehring]

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Paps 26. Aug 2010

Qualitätssicherung? Zensur wäre der passendere Ausdruck.


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