Abo
  • Services:

BSI

Missbrauch der elektronischen Ausweisfunktion nicht möglich

Um die elektronische Ausweisfunktion zu missbrauchen, müssten Angreifer nicht nur die PIN per Keylogger erobern, sie müssten auch den neuen Personalausweis stehlen, weist das BSI die Kritik des Chaos Computer Clubs zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
BSI: Missbrauch der elektronischen Ausweisfunktion nicht möglich

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Sicherheitsbedenken bei der Verwendung des neuen elektronischen Personalausweises zurückgewiesen. Tests des Chaos Computer Clubs und des ARD-Magazins Plusminus hatten ergeben, dass die Basislesegeräte ohne eigene Tastatur, die die Bundesregierung ausgeben will, keinen Schutz bieten, wenn der Computer des Anwenders durch einen Keylogger verseucht ist. Die Tastatureingabe der sechsstelligen PIN, die zur Onlineauthentifizierung mit dem neuen Personalausweis notwendig ist, kann so mitgelesen werden.

Stellenmarkt
  1. BERA GmbH, Heilbronn
  2. Bezirk Mittelfranken, Ansbach

"Angriffe mit Schadsoftware wie einem Trojanischen Pferd sind bei der Nutzung des Internets grundsätzlich möglich", argumentierte das BSI. Doch im Vergleich zur üblichen Ein-Faktor-Authentifizierung mittels Benutzername und Passwort biete der neue Ausweis auch in Verbindung mit einem Basislesegerät "einen erheblichen Sicherheitsgewinn".

Durch das Mitlesen der PIN sei auch ein Missbrauch des Ausweises nicht möglich, denn zur Nutzung der elektronischen Ausweisfunktion sei die Zwei-Faktor-Authentifizierung notwendig. "Neben der Kenntnis der PIN muss der Angreifer dafür auch Zugriff auf den Ausweis selbst haben", erklärte die Behörde. Durch eine Gesetzesänderung dürfen beispielsweise Hotels oder Campingplätze mit der Einführung des E-Personalausweises nicht länger verlangen, dass ein Gast seinen Ausweis hinterlegt, weil dieser wichtige ID-Funktionen hat.

Gegen Trojanerangriffe sollten sich Anwender durch eine Firewall und einen leistungsfähigen Virenscanner schützen und ihre Anwendungen durch regelmäßige Sicherheitsupdates auf dem aktuellen Stand halten, rät das BSI.

Wolfgang Wieland, Grünen-Sprecher für innere Sicherheit, kritisierte, dass die Bundesregierung mit den kostenlos verteilten, einfachen Lesegeräten neue Sicherheitslücken öffne. Den Schaden würden vor allem technisch wenig versierte Nutzer haben, die mit dem neuen Ausweis zwangsbeglückt würden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) signalisierte im Gespräch mit Plusminus jedoch ein mögliches Entgegenkommen: "Wir arbeiten gerne an besseren Lesegeräten. Die können gerne auch noch ein bisschen teurer und sicherer werden."

Nachtrag vom 25. August 2010, 15:07 Uhr

Nach Ansicht der FDP kann der neue elektronische Personalausweis nicht wie geplant zum 1. November 2010 eingeführt werden, wenn sich die derzeit diskutierten Sicherheitsbedenken bestätigen. "Sollten die Sicherheitsprobleme nicht zuverlässig ausgeschlossen werden können, muss die Ausgabe der elektronischen Ausweise verschoben werden", sagte FDP-Fraktionsvizechefin Gisela Piltz der Rheinischen Post. Die Probleme müssten "sehr ernst" genommen werden, sagte Piltz. Deshalb gehöre die Ausgabe der einfachen Lesegeräte auf den Prüfstand. "Der Bundesinnenminister muss die Vorwürfe gründlich und unvoreingenommen prüfen und schnellstmöglich dem Innenausschuss des Bundestages hierüber einen Bericht erstatten", so die Liberale.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  2. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)
  3. (nur für Prime-Mitglieder)
  4. 77€ (Vergleichspreis 97€)

Zzap 22. Sep 2010

Der NEUE (elektronische) Ausweis wird mehr kosten. Wenn Du jetzt einen beantragt hast...

LockerBleiben 27. Aug 2010

Ganz bestimmt! ;)

Tolle Collecte 26. Aug 2010

Es ginge, wenn jede Transaktion beim Minister geloggt und per Email dem Opfer mitgeteilt...

JemandAnderes 26. Aug 2010

Nein. Kannst du dann gerne mal in der Praxis probieren!

blubb__ 26. Aug 2010

Kümmert sich die Bundesregierung auch darum, dass Hotels im Ausland diese Regelung zu...


Folgen Sie uns
       


Ark Survival Evolved für Smartphones - angespielt

Wir spielen Ark Survival Evolved auf einem Google Pixel 2.

Ark Survival Evolved für Smartphones - angespielt Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

    •  /