Firefox: Keyframe-Index macht Ogg-Dateien schneller
Gezielt einzelne Positionen innerhalb einer Ogg-Datei anzuspringen ist eher langsam, denn es fehlt ein Keyframe-Index, aus dem hervorgeht, an welcher Stelle ein Video konkret abgespielt werden soll, springt ein Nutzer eine bestimmte Stelle auf dem Zeitstrahl an. Der Player muss also die Stelle mit einer Suche eingrenzen, was einen Moment dauern kann. Das gilt insbesondere für Dateien mit variabler Bitrate.
Zusammen mit der Xiph Foundation hat Pearce einen Keyframe-Index für Ogg-Dateien(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, der Teil des neuen Metadatenformats Ogg Skeleton 4.0(öffnet im neuen Fenster) ist. Zugleich hat Pearce Firefox um Unterstützung für den Keyframe-Index erweitert, so dass aktuelle Nightly-Builds von Firefox 4.0 diesen nutzen und vom Nutzer gewählte Positionen innerhalb eines Videos deutlich schneller anspringen können.
Die aktuelle Version 0.27 von ffmpeg2theora(öffnet im neuen Fenster) erstellt Ogg-Dateien mit Keyframe-Index und bestehende Ogg-Dateien können mit dem Kommandozeilenwerkzeug OggIndex(öffnet im neuen Fenster) um entsprechende Angaben erweitert werden. Die ebenfalls von Chris Pearce entwickelte Software steht unter der BSD-Lizenz.
Auch GStreamer unterstützt Ogg-Dateien mit einem Keyframe-Index.
Eine Demodatei, die mit einem aktuellen Nightly-Build von Firefox genutzt werden kann, findet sich unter people.mozilla.com(öffnet im neuen Fenster) .
Darüber hinaus hat Pearce die Video-Tag-Unterstützung von Firefox um das Attribut Preload erweitert. Dieses bietet mehr Möglichkeiten als das bislang unterstützte Attribut autobuffer, das Firefox 4 nicht mehr unterstützen wird.
Preload lässt sich mit den Werten none, metadata und auto verwenden. Im Fall von none lädt der Browser das betreffende Video nicht, zeigt nur ein Posterimage an, wenn eines im Tag angegeben wurde. Erst wenn der Nutzer die Wiedergabe startet, wird die Videodatei geladen. Die Angabe metadata führt dazu, dass die Metadaten und der erste Frame des Videos geladen und angezeigt werden. Dies ist auch die Standardeinstellung, sollte nichts weiter angegeben werden. Die Variante auto bringt den Browser dazu, möglichst die gesamte Datei automatisch zu laden, sofern der Mediencache des Browsers noch nicht voll ist. Das Verhalten entspricht der Angabe autobuffer.
Details zu der nicht abwärtskompatiblen Veränderung in Firefox erläutert Pearce in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) .