• IT-Karriere:
  • Services:

Onlineshopping

Jeder siebte Artikel wird zurückgeschickt

Viele Onlinekäufer missbrauchen das Widerrufsrecht und schicken einmal benutzte Waren wieder zurück. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag fordert deshalb eine Einschränkung. Verbraucherschützer dagegen halten das Szenario für überzogen. Ohne das Widerrufsrecht würde der Onlinehandel einbrechen, halten sie dagegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Onlineshopping: Jeder siebte Artikel wird zurückgeschickt

Laut einer aktuellen Umfrage wird in Deutschland jeder siebte über das Internet erworbene Artikel zurückgeschickt. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Zertifizierungsunternehmens Trusted Shops. Beteiligt haben sich knapp 400 Betreiber von Onlineshops. Das Widerrufsrecht bei Internetgeschäften erlaubt es Verbrauchern, bestellte Ware binnen 14 Tagen kostenfrei zurückzugeben.

Stellenmarkt
  1. Method Park Holding AG, Erlangen
  2. Vodafone GmbH, Düsseldorf

Die Waren würden oft im schlechten Zustand zurückgesandt. Circa 80 Prozent der befragten Firmen klagen über Missbrauchsfälle. Das betreffe vor allem zeitweise genutzte Produkte wie Zelte oder das Tauf- oder Abendkleid, das nach einmaliger Nutzung nicht mehr benötigt und dann zurückgeschickt würde. Ein Drittel der befragten Onlinehändler beklagt, dass die zurückgesandte Ware 30 Prozent und mehr an Wert verliere. Bei Hygieneartikeln wie Piercing-Schmuck oder Kontaktlinsen sei ein Wiederverkauf unmöglich. "Zum Teil sehen sich die Händler gezwungen, bestimmte Produkte aus ihren Verkaufssortimenten ganz herauszunehmen", so DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. 35 Prozent der Anbieter setzen die Preise für solche Produkte bereits entsprechend höher an.

Händler können aber in gravierenden Fällen vom Kunden Ersatz für die Nutzung und Verschlechterung der Ware verlangen. Diese Regelung in Deutschland hält der Europäische Gerichtshof jedoch für rechtswidrig. Wansleben warnt davor, den Anspruch des Händlers auf Wertersatz künftig ganz entfallen zu lassen. Er will dagegen, dass die Bundesregierung das Widerrufsrecht auf "sinnvolle Fälle beschränkt".

Jutta Gurkmann, Rechtsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverband, wies dies im Gespräch mit Golem.de zurück. "Es gibt sicherlich Verbraucher, die das Widerrufsrecht missbrauchen, so wie es Händler gibt, die die Möglichkeit nutzen, vom Verbraucher Lieferung gegen Vorkasse zu verlangen und dann nicht liefern. Wegen solcher Missbrauchsfälle sollte man aber das bewährte Widerrufsrecht nicht infrage stellen." Andernfalls würden Verbraucher im Internet weit weniger einkaufen.

Auch das von DIHK beschriebene Ausmaß verwundere angesichts der enormen Gewinn- und Zuwachsraten im Internethandel und der Tatsache, dass einige Händler weit über die 14-Tage-Frist hinausgingen. "Ganz offensichtlich lohnt sich das Geschäft wohl trotz dieser Missbrauchsfälle", so Gurkmann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-27%) 14,50€
  2. 28,99€
  3. 9,99€

samy 26. Aug 2010

Achtung. Aufpassen mit den Begriffen. Widerufssrecht und Rückgaberecht, haben...

Steinlöwe 25. Aug 2010

Nein ihr scheint absolut kein Wissen zu besitzen was Unternehmerische Tätigkeiten...

samy 25. Aug 2010

Klar logisch. Dann würde es Händler geben die fast immer Klagen würden. Glaub ja nicht...

samy 25. Aug 2010

Meist du ein "Ausleiher" hört hier auf dich? Oder warum schreibst du ihr? Meist du etwa...

Maruda 25. Aug 2010

blödsinn, welcher sinn steckt für den händler dahinter defekte ware zu versenden?


Folgen Sie uns
       


DLR Istar vorgestellt - Bericht

Die Falcon 2000LX des DLR hat weltweit einzigartige Eigenschaft: sie kann so tun, als wäre sie ein anderes Flugzeug.

DLR Istar vorgestellt - Bericht Video aufrufen
UX-Designer: Computer sind soziale Akteure
UX-Designer
"Computer sind soziale Akteure"

User Experience Designer schaffen positive Erlebnisse, wenn Nutzer IT-Produkte verwenden. Der Job erfordert Liebe zum Detail und den Blick fürs große Ganze.
Ein Porträt von Louisa Schmidt

  1. Coronapandemie Viele IT-Freelancer erwarten schlechtere Auftragslage
  2. IT-Fachkräftemangel Es müssen nicht immer Informatiker sein
  3. Jobporträt IT-Produktmanager Der Alleversteher

Norbert Röttgen: Kandidat für CDU-Vorsitz streut alternative Fakten zu 5G
Norbert Röttgen
Kandidat für CDU-Vorsitz streut alternative Fakten zu 5G

In der explosiven Situation zwischen den USA und China zündelt Norbert Röttgen, CDU-Politiker mit Aspirationen auf den Parteivorsitz und die Kanzlerschaft, mit unrichtigen Aussagen zu 5G und Huawei.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Handelskrieg Australiens Regierung greift Huawei wegen Rechenzentrum an
  2. 5G Verbot von Huawei in Deutschland praktisch ausgeschlossen
  3. Smartphone Huawei gehen die SoCs aus

Coronavirus und Karaoke: Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang
Coronavirus und Karaoke
Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang

Karaokebars sind gefährliche Coronavirus-Infektionsherde. Damit den Menschen in Japan nicht ihr Hobby genommen wird, gibt es nun ein System, das auch mit Mundschutz gute Sounds produzieren soll.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. Corona Gewerkschaft sieht Schulen schlecht digital ausgestattet
  2. Corona Telekom und SAP sollen europaweite Warn-Plattform bauen
  3. Universal Kinofilme kommen früher ins Netz

    •  /