Google: Chrome-Entwickler bitte zahlen!
Google bietet seinen Chrome-Browser kostenlos an. Chrome ist aber nicht nur kostenlos, sondern auch erweiterbar – und viele Menschen entwickeln Erweiterungen für Chrome. Bisher zählt Google schon mehr als 6.000 Erweiterungen, die insgesamt mehr als 10 Millionen Mal heruntergeladen wurden.
Unter den Entwicklern gibt es einige, die mit bösartigen Erweiterungen dem Ruf des Chrome-Browsers schaden. Denen will Google jetzt mit einer lukrativen Idee das Handwerk legen, wie das Unternehmen im Chrome-Blog(öffnet im neuen Fenster) angekündigt hat.
Entwickler von Erweiterungen, die ihre Produkte in der Erweiterungsgalerie anbieten wollen, sollen sich in Zukunft gebührenpflichtig registrieren lassen müssen. Die Registrierung kostet einmalig 5 US-Dollar und muss über Google Checkout abgewickelt werden. Da die Nutzung von Checkout an eine Kreditkarte gebunden ist, erfährt Google genau, wer hinter einer Chrome-Erweiterung, einem Theme oder – bald – einer App steckt. Das wird Übeltäter abschrecken, verspricht sich Google von der Maßnahme.
Ähnlich sieht das bei Android-Entwicklern aus, hier verlangt Google eine Registrierungsgebühr in Höhe von 25 US-Dollar.
Sobald der Chrome Web Store im Laufe des Jahres freigeschaltet wird, können Entwickler die kleine Investition durch den Verkauf von Chrome-Apps wieder hereinholen. Wer das bevorzugt, wird seine Erweiterungen aber auch weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen können.
Zusammen mit der Entwicklergebühr führt Google die "Domain-Überprüfung" ein. Das bedeutet, dass Entwickler ihre Erweiterungen und Apps mit einer bestimmten Domain assoziieren können. In der Erweiterungsgalerie werden solche Erweiterungen dann als verifiziert angezeigt. Nutzern soll damit die Vertrauenswürdigkeit solcher Erweiterungen signalisiert werden. [von Robert A. Gehring]
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