China: Foxconn und Media Markt eröffnen ihre Ladenkette
Foxconn setzt seinen Plan um, zusammen mit Media Markt Elektronikmärkte in China zu eröffnen. Das sagte Foxconn-Manager Louis Woo dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Ab 2010 sollen zehn große Elektroniksupermärkte im Großraum Schanghai entstehen. Foxconn und der Media-Markt-Eigner Metro arbeiten seit 2009 zusammen.
Eigene Ladenkette
Der taiwanische Auftragshersteller will zudem weitere Filialen seiner eigenen kleinen Cybermart-Ladenkette eröffnen, die seit zehn Jahren zum Unternehmen gehört. Gegenwärtig gibt es 34 Cybermarts in 20 verschiedenen Städten in China, so Woo. Er ist Chef der Foxconn-Tochter NCIH International Holdings, in der das Unternehmen seine Einzelhandelsaktivitäten bündelt.
Der Konzern ist Auftragshersteller für Apple, Amazon, Cisco, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo, Sony und andere. Foxconn will in den Elektronikmärkten die Produkte seiner Auftraggeber anbieten, erklärte Woo. Die Verhandlungen mit den Partnern seien noch nicht abgeschlossen.
Für Foxconn arbeiten gegenwärtig in circa 20 Fabriken in China ungefähr 900.000 Menschen. 400.000 Neueinstellungen sind geplant .
Stärkung der Inlandsnachfrage
Das Unternehmen war in die Schlagzeilen geraten, weil sich in diesem Jahr mehr als zehn Foxconn-Beschäftigte das Leben genommen hatten. Zehn Selbsttötungen geschahen in der größten Foxconn-Fabrik in Shenzhen. Nach einigen Streiks in der Region machte der Konzern dort mit Lohnerhöhungen Zugeständnisse. "Höhere Löhne werden direkt und mit Sicherheit zu einer Konsumsteigerung im Inland führen" , sagte Woo.
Foxconn bietet seinen Fabrikarbeitern zudem einen Kredit von 25.000 US-Dollar an, wenn sie zurück aufs Land gehen, um dort kleine Elektronikshops für Foxconn zu eröffnen. Diese Planungen stünden in Einklang mit dem Versuch der Regierung, die Exportabhängigkeit der Wirtschaft des Landes durch eine Stärkung der Inlandsnachfrage zu überwinden.
Am 24. März 2009 hatten Media Markt und Foxconn ihre Partnerschaft in China verkündet und die Gründung eines Joint Ventures bekanntgegeben. Das Gemeinschaftsunternehmen will seine Läden unter dem Markennamen Media Markt betreiben.



