Suchmaschine: Kartellbeschwerden gegen Google
Google bevorzuge die eigenen Angebote in den Ergebnissen der eigenen Suchmaschine, lautet nach Angaben der Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) der Vorwurf gegen Google. Dem Bericht zufolge liegt dem Bundeskartellamt eine zweistellige Zahl "ernstzunehmender" Beschwerden vor, die im Zusammenhang mit der Google-Suche stehen. Einige Anbieter haben auch Strafanzeige gegen Google wegen Betrugsverdachts gestellt.
Die Beschwerdeführer kritisieren, Google platziere eigene Angebote wie Google Maps, Google Places oder die Preisvergleichsseite Google Shopping bei Suchanfragen fast immer an oberster Stelle der Trefferliste. Zudem vermuten die Beschwerdeführer, Google bevorzuge Anbieter, die Googles Werbesystem Adsense einsetzen.
Laut Wirtschaftswoche prüft das Kartellamt derzeit, ob es für das Thema zuständig ist oder ob die Zuständigkeit bei der EU-Kommission liegt.
Zu den Beschwerdeführern zählen laut dem Bericht das Unternehmen Euro-Cities, das Stadtplandienst.de(öffnet im neuen Fenster) betreibt, und Hot-Maps(öffnet im neuen Fenster). Zudem sei eine Zivilklage gegen Google in Arbeit.
"42 Prozent aller Klicks entfallen auf den ersten Treffer bei den Google-Suchergebnissen", zitiert die Wirtschaftswoche aus einer Beschwerde; nur acht Prozent der Klicks entfallen auf die zweite Position.
Google weist die Vorwürfe zurück: "Wir machen eine Suchmaschine für Nutzer, nicht für Websites", sagte Googles Leiterin für Wettbewerbsrecht der Wirtschaftswoche. Auch Adsense-Kunden würden nicht bevorzugt.
Darüber hinaus haben Euro-Cities und Hot-Maps Strafanzeige gegen Google gestellt. Laut Wirtschaftswoche haben sie wegen schlechter Suchplatzierung bei Google Werbung geschaltet. Daraufhin habe Google schrittweise die Werbepreise um das bis zu 26fache erhöht. Laut Google handelt es sich dabei um das "Ergebnis eines automatisierten Ablaufs", Euro-Cities und Hot-Maps sehen darin gewerbsmäßigen Betrug, versuchten gewerbsmäßigen Betrug und Computerbetrug.
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