Stromsparende Displays: Qualcomm steckt 2 Milliarden US-Dollar in Mirasol-Fabrik
Qualcomm will für 2 Milliarden US-Dollar in Taiwan eine Fabrik für stromsparende Mirasol-Displays errichten. Das hat die Branchenzeitung Digitimes(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen erfahren. Die Konzernsparte Qualcomm MEMS Technologies plane demnach eine Niederlassung im Technologiecenter Central Taiwan Science Park im Landkreis Taichung. Qualcomm hoffe, weitere Investoren für die Fabrik gewinnen zu können.
Die Maschinen für die 4.5G-Produktion will der US-Konzern dem Vernehmen nach im Oktober 2011 aufstellen. Produktionsbeginn sei 2012. Hergestellt werden Displays im Format 5,7 Zoll (14,5 cm), die sich für E-Book-Reader und andere Endgeräte eignen. Erste Muster seien schon ausgeliefert worden, hat die Zeitung von Geräteherstellern weiter erfahren. Qualcomm verfügt bereits über eine Mirasol-Produktion, die als Gemeinschaftsunternehmen mit Foxlink in Taiwan betreiben wird.
Qualcomms Mirasol-Technik nutzt ein besonders stromsparendes Mikro-Elektro-Mechanisches System (MEMS) für die Anzeige von Bildern auf kleinen Bildschirmen. Qualcomm ließ sich durch das Schimmern der Flügel von Schmetterlingen im Sonnenlicht inspirieren. Gegenüber hintergrundbeleuchteten Displays verspricht Qualcomm ein angenehmeres Lesegefühl. Zudem soll das Display auch bei direktem Sonnenlicht noch lesbar sein. Die Mirasol-Displays nutzen viele kleine IMOD-Elemente, die aus zwei Platten bestehen. Oben eine Glasplatte, die Licht durchlässt, unten eine Reflexionsschicht. Der Abstand dieser beiden Platten bestimmt die Farbe des IMOD-Elements. So lange das Display keine neuen Informationen anzeigen muss, wird nahezu null Leistung aufgenommen, so Qualcomm.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



