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Paid Content: Murdochs nächstes Blatt wird kostenpflichtig

Die Website von News of the World soll künftig kostenpflichtig werden. Das britische Boulevardblatt gehört zum Medienunternehmen News Corporation. Die ebenfalls zum Imperium des Australiers Rupert Murdoch gehörenden Zeitungen Times und Sunday Times mussten starke Rückgänge bei Zugriffen hinnehmen, seit ihre Webangebote kostenpflichtig sind.
/ Werner Pluta
26 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Internetauftritt des britischen Boulevardblattes News of the World (NoW) soll künftig nur noch zahlenden Besuchern offenstehen, berichtet die britische Wirtschaftszeitung Financial Times(öffnet im neuen Fenster) . Mit der Maßnahme wolle der Verlag News International testen, ob Nutzer bereit sind, für Boulevardnachrichten Geld auszugeben.

Zahlen für News of the World und Sun

Ab Oktober soll das Angebot kostenpflichtig werden, erfuhr die Financial Times von einem Informanten aus dem Umfeld des Verlages. Die Sun, das andere Boulevardblatt von News International, solle später folgen. Genaue Termine wurden jedoch nicht genannt.

News International gehört zu News Corporation, dem Medienimperium von Rupert Murdoch. Der Australier ist ein vehementer Verfechter von Bezahlinhalten . Im Juli 2010 hatte News International die Webangebote der Times und Sunday Times kostenpflichtig gemacht.

Rückgang der Zugriffe

Die Zugriffszahlen waren daraufhin deutlich zurückgegangen : Im Juni lasen 2,2 Millionen Nutzer (Unique User) die Times online, im Juli waren es 1,61 Millionen. Auch die Seitenabrufe (Page Views) gingen stark zurück: von 20 Millionen im Juni auf nur noch neun Millionen im Juli, zitiert die britische Tageszeitung Independent(öffnet im neuen Fenster) aus einer aktuellen Studie des US-Marktforschungsunternehmens Comscore.

Die sonntags erscheinende NoW hat eine verkaufte Auflage von 2,89 Millionen Exemplaren und ist damit die auflagenstärkste Zeitung in Großbritannien. Das Boulevardblatt war Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten, weil Mitarbeiter Privatermittler engagiert hatten, um illegal britische Prominente abzuhören .


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