Neueinstellungen: Foxconn braucht weitere 400.000 Arbeiter
Foxconn benötigt bis zu 400.000 weitere Arbeitskräfte. Wie der taiwanische Konzern erklärte, würde durch die Neueinstellungen die Zahl der Beschäftigten auf 1,3 Millionen Menschen ansteigen. Für Foxconn arbeiten gegenwärtig in circa 20 Fabriken in China etwa 900.000 Menschen. Der Konzern ist Auftragshersteller für Apple, Amazon, Cisco, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo, Sony und andere. Die Neueinstellungen sollen im Laufe eines Jahres erfolgen, hieß es weiter.
"Wir sind nicht sicher, ob das verwirklicht werden kann, aber das ist die Richtung, in die es gehen soll" , sagte Foxconn-Sprecher Arthur Huang. Auch Louis Woo, ein Assistent des Konzernchefs Terry Gou, bestätigte, dass der Hersteller im nächsten Jahr 300.000 bis 400.000 neue Beschäftigte unter Vertrag nehmen wolle. Dies sei zum Teil deshalb nötig, weil die Zahl der Überstunden der Foxconn-Belegschaft gesenkt werden müsse. Foxconn wolle die Vorgaben der Regierung zu Höchstgrenzen bei Überstunden einhalten, sagte Woo. Die Regierung in Peking habe auf die Einhaltung gedrängt.
Im Juni 2010 hatte ein Arbeiter erklärt , dass sich trotz Versprechungen der Konzernleitung die inhumanen Arbeitsbedingungen mit vielen Überstunden und Siebentagewoche nicht verändert hätten. Er müsse weiterhin elf Stunden am Tag von 07:30 bis 19:30 Uhr arbeiten, an sieben Tagen in der Woche, mit nur 30 Minuten Pause für Mittag- und Abendessen. Viele Foxconn-Arbeiter in China nahmen sich in diesem Jahr das Leben. Zehn der Selbsttötungen fanden in der größten Foxconn-Fabrik in Shenzhen statt. Nach einigen Streiks in der Region machte der Konzern mit Lohnerhöhungen Zugeständnisse. Anschließend wurde angekündigt, eine große Zahl der dortigen Arbeitsplätze in andere Landesteile zu verlagern.



