Lenovo: Macht wieder Gewinn und kündigt Übernahmen an
Der Computerhersteller Lenovo hat in seinem ersten Finanzquartal einen Gewinn von 54,86 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres entstand ein Verlust von 16,01 Millionen US-Dollar. Der Umsatz wuchs um 49,6 Prozent auf 5,15 Milliarden US-Dollar. Während des Dreimonatszeitraums stieg das Liefervolumen Lenovos weltweit um 48 Prozent.
Die Bruttomarge sank von 11 Prozent auf 10,2 Prozent, weil sich der chinesische Konzern verstärkt auf Wachstumsmärkte in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie Produkte für Endkunden und klein- und mittelständische Firmen konzentrierte.
Finanzchef Wong Wai Ming erwartet, dass die Bruttomarge deshalb weiterhin unter Druck steht. Im laufenden Quartal werde sich die Lage jedoch stabilisieren und längerfristig sei eine Besserung absehbar, sagte er weiter.
In China erzielte Lenovo 48,7 Prozent seines Gesamtumsatzes, der dortige Markt werde weiterhin langsam wachsen. Der Hersteller halte weiter Ausschau nach Übernahmemöglichkeiten im PC-Bereich, um stärker zu wachsen, sagte Wong, ohne dies weiter auszuführen.
Der Konzernbereich Lenovo Mobile zeigte ein starkes Wachstum. Hier wurde im Mai 2010 das LePhone vorgestellt, das der Hersteller als Konkurrenzprodukt zu Apples iPhone positionierte. Durch Lieferengpässe bei Displays habe Lenovo jedoch nur 100.000 Geräte verkaufen können, sagte Firmenchef Yang Yuanqing. Dieses Problem würde jedoch in naher Zukunft gelöst. Yang bekräftigte das Ziel, innerhalb eines Jahres 1 Millionen LePhones abzusetzen.
Lenovo ist gemessen an den Stückzahlen in China der größte PC-Anbieter und weltweit der viertgrößte Akteur hinter Hewlett-Packard, Dell und Acer aus Taiwan. 2005 hatte Lenovo das PC-Geschäft von IBM übernommen.



