Städte und Gemeinden

Neue Steuer auf Mobilfunkanlagen geplant

Mehrere Städte und Gemeinden im Bundesland Nordrhein-Westfalen prüfen eine Steuer auf Mobilfunkanlagen. Die Netzbetreiber würden die Abgaben an die Nutzer weitergeben. Die Handynutzung würde teurer.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkmast in Hamm
Mobilfunkmast in Hamm

Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen erwägen wegen leerer Kassen eine Steuer auf Mobilfunkanlagen. Die neue Steuer würden die Netzbetreiber an die Kunden weitergeben. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Mehrere Dutzend nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden prüften eine solche neue Abgabe, nach dem Vorbild der Hunde- und Spielautomatensteuer.

Stellenmarkt
  1. Softwarearchitektin / Softwarearchitekt (w/m/d)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Campus Nord, Eggenstein-Leopoldshafen
  2. IT-Sicherheitsadministrator (m/w/d)
    Mainova AG, Frankfurt am Main
Detailsuche

Der Städte- und Gemeindebund NRW hat den Bericht bestätigt. "Eine solche kommunale Steuer wird zurzeit in einigen Kommunen vor dem Hintergrund der dramatischen Finanzsituation als möglicher Beitrag zur Haushaltskonsolidierung erwogen", so der Verband heute in Düsseldorf. Angestoßen wurde die Debatte in der Kommunalen Steuer-Zeitschrift von der Rechtsanwältin Susann Funke aus Leipzig.

Ernst Giesen, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds NRW, lehnt die Mobilfunksteuer ab. Eine Steuer auf einzelne Mobilfunkmasten, die zusätzlich zur Gewerbesteuer erhoben würde, liefe dem Ziel zuwider, die Infrastruktur für mobile Kommunikation im ländlichen Raum auszubauen, sagte Giesen. Die Einführung sei auch juristisch fraglich: Die Erhebung einer kommunalen Aufwandsteuer sei nur unter klar umrissenen rechtlichen Voraussetzungen möglich. Letztlich könne nur privater Konsum besteuert werden, der über die Befriedigung des allgemeinen Lebensbedarfs hinausginge, so Giesen weiter. "Dies kann bei der heutigen Verbreitung von Mobiltelefonen nicht mehr ernstlich angenommen werden", erläuterte er. Die Mobilfunknutzung sei etwas Alltägliches und kein Zeichen für "besondere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit". Viele Handygespräche seien zudem beruflich veranlasst, was eine Besteuerung durch die Kommunen ausschließe.

Eine Pauschalbesteuerung pro Mobilfunkmast sei problematisch: Die Kommunen seien im Wesentlichen nur für das Genehmigungsverfahren zuständig, wobei kaum Kosten entstehen. Die Rechtsprechung verlange aber einen engen Zusammenhang zwischen Aufwand und Steuer, erklärte Giesen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anonymer Nutzer 20. Aug 2010

Irgendwas passiert mit Menschen, wenn diese ein politisches Amt übernehmen oder bei einer...

die freelancer... 19. Aug 2010

Subventionen sind ein falscher Weg. Ich hätte die LTE so eingeführt: Der größte (jeder...

Funk und anlagen 19. Aug 2010

Es gibt triviale Möglichkeiten, effizienter zu werden und gleichzeitig die Stadtkassen zu...

Himmerlarschund... 19. Aug 2010

Antwort A: Wie heute auch, nur dass das Klopapier nicht so schön bunt bedruckt war...

Kein Kostverächter 19. Aug 2010

Ja sicher, da sitzen dann die ganzen Stadtbüttel tagein, tagaus im Prunksaal des...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /