Eurocom Panther: 5-Kilo-Notebook mit Hexacore, zwei GPUs und vier Festplatten
Rechner wie der Panther 2.0(öffnet im neuen Fenster) sind bedingt durch Gewicht und kurze Laufzeiten – auch wenn Eurocom zu Letzterem keine Angaben macht – keine herkömmlichen Notebooks mehr, bei professionellen Anwendern aber durch die Möglichkeiten einer mobilen Workstation trotzdem begehrt. Sie dienen beispielsweise Ingenieuren für Konstruktionsanwendungen vor Ort, Entwicklern zum schnellen Testen von Code oder Administratoren für das Überprüfen von Installationen, die auf Serverprozessoren angewiesen sind.
Der Panther 2.0 wird von einem X58-Chipsatz von Intel angetrieben, in den die Prozessoren der Serien Core i7 900 oder Xeon 5600 passen. Dabei handelt es sich um Desktop- und Server-CPUs mit bis zu 130 Watt TDP. Dazu kommen für jede GPU noch einmal bis zu 100 Watt. Diese hohe Abwärme muss abgeführt werden, was allein schon einen dicken Rumpf bedingt: Bis zu 6 Zentimeter ist der Rechner inklusive Displaydeckel hoch, die Grundfläche beträgt 41,9 x 28,6 Zentimeter. Dabei ist dann auch Platz genug für ein spiegelndes 17,3-Zoll-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Optional gibt es dieses auch mit 120 Hertz für 3D-Anwendungen.
24 GByte im Mobilrechner
Eurocom macht von fast allen Möglichkeiten des Chipsatzes Gebrauch. So gibt es für die drei Speicherkanäle auch ebenso viele Slots für SO-DIMMs nach DDR, und folglich 6 bis 24 GByte RAM. Der Aufpreis von der kleinsten zur größten Bestückung beträgt dabei alleine für den Speicher über 1.700 Euro, da 8-GByte-Module noch unverhältnismäßig teuer sind.
Für 2,5-Zoll-Festplatten gibt es drei reguläre Schächte, eine vierte Festplatte kann unter Verzicht auf ein optisches Laufwerk eingebaut werden. Schon mit drei Festplatten lässt sich aber RAID 5 einrichten, was nur sehr wenige Notebooks möglich machen. Für interne Erweiterungen stehen drei Mini-PCIe-Slots zur Verfügung, einer davon ist in der Regel durch einen WLAN-Adapter belegt. Eurocom bietet für die beiden anderen unter anderem auch einen TV-Tuner an.
SLI, Crossfire oder Quadro-Grafik
Extern erweiterbar ist der Rechner über einen Einschub für Expresscards, neben UMTS-Modems bietet Eurocom viele moderne und einige historische Schnittstellen von optischem Fast-Ethernet, eSATA bis zu parallelen und seriellen Ports an. Zweimal USB 3.0 ist neben drei Ports der vorherigen Version schon fest verbaut.
Bei der Grafik steht als kleinste Konfiguration mit der Radeon Mobility 5870 AMDs schnellste mobile Spielekarte zur Wahl. Optional gibt es zwei davon, oder auch ein oder zwei Geforce GTX 480M. Dabei rechnen die Karten bei Spielen per Crossfire oder SLI zusammen an den Bildern. Auch drei Quadro-FX-Karten stehen für professionelle Anwendungen zur Wahl, die schnellste ist die FX 5000M mit Fermi-Architektur und 2 GByte Speicher. Bei den Quadros bietet Eurocom nur eine Karte an, obwohl eine zweite, wenn auch nicht per SLI, aber doch für Rechenanwendungen verwendet werden könnte.
5,3 Kilogramm ohne das 300-Watt-Netzteil
Bei so vielen Optionen schwankt das Gewicht stark, im ausführlichen Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) gibt Eurocom nur allgemein 5,3 Kilogramm für das Gerät an. Dazu kommt noch das 300-Watt-Netzteil, für das der Anbieter kein Gewicht nennt. Typischerweise wiegen diese Wandler aber auch rund ein Kilo. Der Akku ist mit 88 Wattstunden zwar sehr groß, sollte bei solchen Geräten aber eher als mobile Notstromversorgung verstanden werden.
Ende August will der kanadische Anbieter den Rechner ausliefern, es gibt ihn auch mit deutscher Tastatur. In der kleinsten Konfiguration mit einem Core i7 930 – und dann nur vier Kernen -, einer Festplatte und einer GPU kostet der Panther 2.0 rund 2.000 Euro. Mit Vollausstattung und einem 6-Kern-Xeon kommt das Gerät weit über 5.000 Euro.
Eurocom war schon früher durch üppige Desktop-Replacement-Rechner aufgefallen, unbestätigten Angaben zufolge basieren sie auf Barebones von Clevo. Dieses Unternehmen nannte auch Nvidia bei Vorstellung des Geforce GTX 480M. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass bald auch andere Anbieter ähnliche Geräte auf den Markt bringen.
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