Keine Reparaturen

Grafikkartenhersteller BFG gibt auf

Was schon seit Monaten als Gerücht durch die Hardwarebranche geht, bewahrheitet sich nun offenbar. Der US-amerikanische Hersteller BFG verschickt, laut Einträgen in Foren, als Antwort auf Reparaturanfragen nur Entschuldigungsschreiben. Der Grund: Die Firma wird gerade abgewickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Keine Reparaturen: Grafikkartenhersteller BFG gibt auf

Bereits Anfang Juli 2010 hatte HardOCP unter Berufung auf Quellen im Unternehmen berichtet, BFG würde seine Pforten schließen. Zuvor hatte die Firma schon offiziell ihren Rückzug aus dem Grafikgeschäft angekündigt, wollte aber mit Netzteilen und Zubehör weitermachen. Das ist jetzt offenbar gescheitert.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Wissenschaftliche Mitarbeiterin (d/m/w) am European Campus
    THD - Technische Hochschule Deggendorf, Pfarrkirchen
  2. Softwarearchitektin / Softwarearchitekt (w/m/d)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Campus Nord, Eggenstein-Leopoldshafen
Detailsuche

Im Forum von HardOCP findet sich der Scan eines Schreibens, das ein Kunde von BFG zusammen mit seiner defekten und nicht reparierten Grafikkarte erhalten haben soll. Darin heißt es, das Unternehmen werde gerade abgewickelt. Die Karte könne nicht instand gesetzt werden und gehe daher an den Eigentümer zurück. BFG entschuldigt sich, meint aber auch: "Unglücklicherweise hat unser größter Lieferant unser Geschäft nicht unterstützt.".

BFG deutet Mitschuld von Nvidia an

HardOCP führt das auf Zuteilungen der anfangs sehr knappen Fermi-GPUs durch Nvidia zurück. Auch von anderen Herstellern war in der langen Phase der Markteinführung zu hören, der Chiphersteller würde auch weit größeren Herstellern von Grafikkarten nur verschwindend geringe Stückzahlen zukommen lassen.

Produkte von BFG wurden auch in Deutschland vertrieben, die Webseite des Unternehmens nennt immer noch einige Distributoren und Händler. Diese haben jedoch, anders als in den USA, kaum noch Geräte vorrätig. Die Pleite des Unternehmens ist auch nur dann ein Problem, wenn auch der Händler, bei dem ein BFG-Produkt erworben wurde, die Gewährleistung verweigert oder nicht mehr existiert. Bei von deutschen Anbietern erworbenen Produkten ist immer der Händler der erste Ansprechpartner. Bei Defekten nach der gesetzlichen Frist von sechs Monaten stehen deutsche Kunden aber möglicherweise schlecht da.

Golem Akademie
  1. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
  2. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

BFG wurde Mitte 2002 gegründet und machte sich schnell einen Namen mit High-End-Komponenten, die zudem - anders als bei Grafikkarten üblich - oft in sehr kompakten Verpackungen vertrieben wurden. Zu den Eigenentwicklungen von BFG zählten auch wassergekühlte Grafikkarten. Bei Nvidias letzter GPU-Generation stellte das Unternehmen diese auch als gebrauchsfertige Versionen mit Radiator zum sofortigen Einbau vor.

Eine Stellungnahme von BFG gibt es noch nicht. CEO Scott Herkelman hatte noch im Mai beteuert, das Unternehmen würde weitergeführt und hätte auch Ersatzteile und Geld für Reparaturen zurückgelegt. Diese Ressourcen scheinen aber nur für knapp drei Monate ausgereicht zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


xxxxxxxxxxxxxxx... 19. Aug 2010

So wie Groß-/Kleinschreibung - zum Beispiel - auch.

ThomasM 19. Aug 2010

Hallo Wenn jemand nach 6 Monaten ankommt und sagt die ist jetzt kaputt, dann war sie...

maha 18. Aug 2010

Die selbe Karte in der BFG Variante (das ist hier eine 5600, der Kühler sah aber genauso...

dw3d 18. Aug 2010

Nach "Die Hard: Nakatomi Plaza" habe ich mein gesammtes Shootergedächtnis verloren. :-D ~dw3d

Leser 18. Aug 2010

BFG-Karten kamen oft in Pappkartons, die nur wenig breiter und länger als die Karte waren...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
"Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
Artikel
  1. Kryptowährung im Fall: Bitcoin legt rasante Talfahrt hin
    Kryptowährung im Fall
    Bitcoin legt rasante Talfahrt hin

    Am Samstag setzte sich der Absturz des Bitcoin fort. Ein Bitcoin ist nur noch 34.200 US-Dollar wert. Auch andere Kryptowährungen machen Verluste.

  2. eStream: Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb
    eStream
    Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb

    Der Wohnwagen Airstream eStream besitzt einen eigenen Elektroantrieb nebst Akku. Das entlastet das Zugfahrzeug und eröffnet weitere Möglichkeiten.

  3. Andromeda: Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie
    Andromeda
    Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie

    Erstmals ist ein Blick auf Andromeda möglich - das Smartphone-Betriebssystem, das Microsoft bereits vor einigen Jahren eingestellt hat.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 120,95€ • Alternate (u.a. AKRacing Master Pro Deluxe 449,98€) • Seagate FireCuda 530 1 TB (PS5) 189,90€ • RTX 3070 989€ • The A500 Mini 189,90€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /