Glasfaser: Verizon führt 1-GBit/s-Internetzugang beim Endkunden vor

Verizon Communications hat bei einem Feldtest in seinem Glasfasernetzwerk eine Datenübertragungsrate von fast 1 GBit/s erreicht. Die Datenrate wurde schon im Juni 2010 bei einem Geschäftskunden in Taunton, Massachusetts, erreicht, hieß es. Für den Testlauf kamen ein lokaler Server und ein weiterer Server zum Einsatz, der 644 Kilometer entfernt war. Im Downstream wurden 925 MBit/s erzielt.
Verizons GPON (Gigabit Passive Optical Network) bietet 2,4 GBit/s im Downstream. Diese Verbindungsgeschwindigkeit müssen sich die Kunden an einem lokalen Zugangsknoten jedoch teilen. Verizon hat in den letzten Jahren 23 Milliarden US-Dollar für den Aufbau für Fibre-To-The-Building- und Fibre-To-The-Home ausgegeben. Unter der Bezeichnung Verizon FiOS bietet der Konzern Internet, Telefonie und TV an.
"Diese Art von Datenübertragungsrate ermöglicht es Verizon, die Wünsche der FiOS-Kunden nach mehr Geschwindigkeit zu erfüllen. Wir werden Dienste wie 3D-TV, Ultra-HDTV, Multiplayer-Games und HD-Videokonferenzen anbieten" , sagte Brian Whitton, Chef der Verizon Technology Group.
1-GBit/s-Zugänge noch nicht für Endkunden
Doch die Endkunden in den USA können nicht mit einer baldigen Einführung von 1-GBit/s-Zugängen rechnen. Verizons FiOS-Kunden können gegenwärtig maximal Internetzugänge mit 50 MBit/s buchen. Der Konzern hatte angekündigt, in Kürze eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s anzubieten. Die Nachfrage dafür sei allerdings noch äußerst gering, hieß es. Ein 50-MBit/s-Zugang kostet 140 US-Dollar im Monat, wenn zugleich Telefonie gebucht wird. 145 US-Dollar werden für den reinen Internetzugang fällig.