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Atom mit ICH9: Intels Chips für Netzwerkspeicher werden schneller

Die beiden schon für Nettops und andere PCs verfügbaren Atom-CPUs D425 und D525 mit je 1,8 GHz bietet Intel jetzt auch mit einer Southbridge im Bundle für NAS -Geräte und kleine Server an. Zudem werden die Atoms als Antrieb für die Netzwerkspeicher laut Intel immer beliebter.
/ Nico Ernst
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Atom D425 (ein Kern) und D525 (Dual-Core) gehören zu Intels Pineview-Familie . Die Rechenleistung liegt bei gleichem Takt auf dem Niveau des bekannten Atom N270 aus Netbooks, die Grafik ist jedoch auf dem Die der CPU schon integriert. Zusammen mit dem Baustein ICH9(öffnet im neuen Fenster) alias 82801 IR I/O bietet Intel seine Atom-Prozessoren seit März 2010 auch ausdrücklich für Netzwerkspeicher an, selbstgestrickte Lösungen der Gerätehersteller gab es auch schon vorher.

Der wesentliche Unterschied des ICH9 gegenüber dem Netbook-Chipsatz NM10 sind 12 statt 8 USB-2.0-Ports und 6 statt 2 SATA-Schnittstellen. Ohne weitere Bausteine können NAS-Hersteller so auch Systeme anbieten, die RAID-Level bis zur Version 5 und darüber hinaus unterstützen. Zudem bringt der ICH9 einen Port für Gigabit-Ethernet mit.

Zahlreiche Hersteller von Acer über Asus bis zu Netgear, Qnap, Synology und Thecus machen von dieser Kombination schon Gebrauch, Intel hat die Atom-NAS(öffnet im neuen Fenster) auf einer eigenen Webseite zusammengefasst. Bei vielen Festplatten und höheren RAID-Leveln bremsen dabei aber oft die Paritätsberechnungen und erst recht eine etwaige Verschlüsselung der Daten.

Daher können auch diese Geräte mehr Rechenleistung gut brauchen, selbst wenn keine anderen aufwendigen Anwendungen auf dem NAS laufen. Das ist beispielsweise bei den Geräten von Qnap oder den Plugins für Windows Home Server, wie sie unter anderem Acer anbietet, aber der Fall, was den Netzwerkdurchsatz weiter bremsen kann.

Was Intel für das Bundle aus Atom-CPU und ICH9 verlangt, verrät der Chiphersteller nur seinen direkten Kunden. Der D525 jedenfalls steht derzeit mit 63 US-Dollar in der Preisliste, der ICH9 kostet 17 US-Dollar. Zusammen kommen Bausteine auf eine TDP von 17,3 Watt. Wird nur der Single-Core D425 verbaut, sind es drei Watt weniger. Die "D"-Versionen der Atoms sind stets stromhungriger als ihre mobilen Varianten, der Atom N470 mit 1,83 GHz für Netbooks kommt nur auf 6,5 Watt.


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