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uTouch: Ubuntu mit Fingerspitzengefühl

Canonical hat mit uTouch 1.0 ein Framework für Multitouch veröffentlicht. Das Framework erstreckt sich vom Linux-Kernel über X.org bis hin zu den Applikationen und bringt eine Gestensteuerung sowie ein API für Anwendungen mit.
/ Jörg Thoma
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Mit uTouch 1.0 haben die Entwickler ein neues Framework für Multitouch und Gesten freigegeben. Das Framework besteht aus Treibern für den Linux-Kernel und X.org sowie einer Engine für die Gestenerkennung, genannt uTouch-grail(öffnet im neuen Fenster) . Über das API uTouch-geis(öffnet im neuen Fenster) kommuniziert der uTouch-Stack mit Applikationen.

Die Programmierer bei Canonical hatten sich bereits für Ubuntu 10.04 an der Entwicklung der Kernel-Treiber für die Geräte Dell XT2, HP tx2 und Lenovo T410 beteiligt. Die Entwicklung von uTouch begann kurz danach. Das Framework soll ab Ubuntu 10.10 in den Netbook-, Desktop- und Light-Varianten zu finden sein.

Das uTouch-Framework entstand aus der Zusammenarbeit verschiedener Projekte: Stéphane Chatty an der École nationale de l’aviation civile (ENAC)(öffnet im neuen Fenster) hatte für die Treiber im Linux-Kernel verantwortlich gezeichnet, während Peter Hutterer bei Red Hat – bereits an der Entwicklung von Multi-Pointer-X beteiligt – an einem Multitouch-Protokoll arbeitet, das in die künftige X.org-Version 1.10 einfließen soll. Die bisherige Arbeit wird aber bereits in einer speziell geptachten Version von X.org 1.9 in Ubuntu 10.10 eingepflegt.

Allerdings sei die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen, so der Blogeintrag. Jetzt beginne die Arbeit, das API in die entsprechenden Toolkits der Linux-Desktops zu integrieren und bestehende Anwendungen um die Unterstützung von Multitouch-Eingaben zu erweitern. Zusätzlich sollen neue Applikationen entwickelt werden, die speziell für Multitouch ausgelegt sind. Die Arbeit wird sich voraussichtlich über zwei Jahre bis zum Erscheinen von Ubuntu 12.04 erstrecken.


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