Crytek

"Das letzte Wort hat Cevat Yerli"

GDC

Lichtquellen bis zum Abwinken, Stereoskopie, Echtzeitphysik und künstliche Intelligenz sind nur einige Merkmale der Cryengine 3, die das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek derzeit in Köln vorstellt. Golem.de hat sie näher angeschaut.

Artikel veröffentlicht am ,
Sean P. Tracy, Crytek
Sean P. Tracy, Crytek

Wann ist ein Level für ein Actionspiel wie Crysis 2 fertig? Die Frage klingt banal, ist sie aber nicht - denn mit den Möglichkeiten etwa der Cryengine 3 könnte ein Spieldesigner nahezu unbegrenzt viel Zeit damit zubringen, hier die Beleuchtung zu optimieren und dort eine Farbnuance anzupassen. Er kann problemlos Wochen investieren, um Vorgaben für das Verhalten der Gegner einzubauen, und dann auch noch darauf achten, dass stereoskopische Tiefe möglichst effektvoll wirkt.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter*in (m/w/d) Zeitmanagement
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Fachingenieur IT (w/m/d)
    Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter
Detailsuche

Aber irgendwann muss die Arbeit abgeschlossen sein - und das entscheidet bei Crytek einer der Chefs. "Cevat Yerli ist unser Kreativdirektor, er nimmt jeden Level unter die Lupe und spricht mit jedem Designer darüber, um sicherzustellen, dass seine Vorstellungen umgesetzt werden. Es ist sein Spiel", erzählte Sean P. Tracy, Cryteks aus Kanada stammender Senior Field Applications Engineer, im Gespräch mit Golem.de.

Auf der GDC Europe und der Gamescom 2010 zeigt Tracy, was der Sandbox-Editor der Cryengine 3 derzeit alles an Möglichkeiten bietet, damit der Levelbau möglichst effektiv abläuft. Crytek entwickelt die hauseigene Technologie ständig weiter - bei einer ähnlichen Präsentation auf der Spielemesse E3 im Juli 2010 musste Tracy beispielsweise die Befehle zum Umschalten der Stereoskopieeffekte noch von Hand eintippen, jetzt kann er das in einem kleinen Menü mit wenigen Mausklicks erledigen.

Mit dem zunehmend mächtigen Editor nehmen allerdings auch die Möglichkeiten zu, sich im Detail zu verlieren. So zeigte Tracy, wie viel Aufwand beispielsweise darin steckt, in einer großen Halle festzulegen, an welchem Ort sich ein Gegner wie verhält. Im konkreten Fall kann das an einen "Predator" erinnernde Biest auch noch mit einem eleganten Schwung in die nächsthöhere Etage hüpfen, so dass die Entwickler mit gelben - später im Spiel natürlich nicht sichtbaren - Markierungen festlegen, von wo aus das Monster abspringt und wo es landet. Um für so viel Überblick wie möglich zu sorgen, werden die unterschiedlichen Funktionen etwa für Licht, Begrenzungen oder Auslöser für ein Skript jeweils mit anderen Farben gekennzeichnet.

Golem Karrierewelt
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    27.06.-01.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Crytek investiert viel Zeit in die Weiterbildung der Designer, die regelmäßig mit den erweiterten Fähigkeiten des Editors umgehen lernen müssen. Die Zeit, die ein Designer pro Level benötigt, hat sich dabei im Laufe der Jahre nicht grundlegend geändert - allerdings schaffen die Entwickler Werke mit deutlich mehr Detailtiefe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


DudeDerChef 28. Aug 2010

Nein das sieht mir nicht nach einem 40" aus. Es wird ein 37C750 sein von Samsung. 3D...

dp 20. Aug 2010

Die Info ist zwar schon ein Jahr alt, aber auf der letzten GDC habe ich mit jemanden aus...

horace 18. Aug 2010

die meisten spielephysikengines nehmen sehr viele abkürzungen um linear (O(n)) zu...

asdfgh 17. Aug 2010

Oder Kamera mit dem Bildschirm syncen und gleich stereoskopisch an die Leser weitergeben *G*



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Unix-Nachfolger
Plan 9 sollte bessere Audio-Kompression bekommen als MP3

Die Entwicklung der Audio-Kompression und die schwierige MP3-Patentsituation hätte ohne das Nein eines Anwalts wohl anders ausgesehen.

Unix-Nachfolger: Plan 9 sollte bessere Audio-Kompression bekommen als MP3
Artikel
  1. Bedenken beim Datenschutz: Schulen dürfen Teams bald nicht mehr nutzen
    Bedenken beim Datenschutz
    Schulen dürfen Teams bald nicht mehr nutzen

    Unter anderem in Rheinland-Pfalz dürfen Schulen ab dem kommenden Schuljahr Microsoft Teams nicht mehr nutzen.

  2. Vision, Disruption, Transformation: Populäre Denkfehler in der Digitalisierung
    Vision, Disruption, Transformation
    Populäre Denkfehler in der Digitalisierung

    Der Essay Träge Transformation hinterfragt Schlagwörter des IT-Managements und räumt mit gängigen Vorstellungen auf. Die Lektüre ist aufschlussreich und sogar lustig.
    Eine Rezension von Ulrich Hottelet

  3. Pro Electric SuperVan: Ford zeigt Elektro-Van mit 1.490 kW
    Pro Electric SuperVan
    Ford zeigt Elektro-Van mit 1.490 kW

    Ford hat auf dem Goodwood Festival of Speed den Ford Pro Electric SuperVan gezeigt, der die Tradition der Transit-Showcars des Unternehmens fortsetzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Prime Video: Filme leihen 0,99€ • Alternate: Gehäuse & Co. von Fractal Design • Nur noch heute: 16.000 Artikel günstiger bei MediaMarkt • MindStar (Samsung 970 EVO Plus 250GB 39€) • Hori RWA 87,39€ • Honor X7 128GB 150,42€ • Phanteks Eclipse P200A + Glacier One 280 157,89€ [Werbung]
    •  /