Abo
  • Services:
Anzeige

Bradley Kuhn

Java und C# sind gefährlich

Sprachen wie Java und C# sind gefährlich, denn sie wurden von einem Unternehmen entwickelt, das eine Vielzahl von Patenten an der Technik hält, meint der technische Direktor des Software Freedom Law Center, Bradley Kuhn.

Bereits vor der Übernahme von Sun durch Oracle hatte Kuhn darauf hingewiesen, dass Java durch die Übernahme in eine schwierige Situation komme: "Oracle ist kein Freund freier Software und wird bald sämtliche Java-Patente besitzen - eine lauernde Gefahr für freie Java-Implementierungen. Auch ein Angriff auf freie Java-Implementierungen durch Oracle ist möglich", schrieb Kuhn im Juni 2009.

Anzeige

"Es tut mir leid, dass ich damit recht hatte, aber wir sollten endlich unsere Lektion daraus lernen: Sprachen wie Java und C# sind gefährlich", kommentiert Kuhn heute Oracles Klage gegen Google wegen Android.

Sprachen, die von einem Unternehmen entwickelt wurden, das viele, wenn nicht alle Patente daran hält, seien eine gute Basis, um entsprechende freie Implementierungen anzugreifen. Zwar seien andere Sprachen nicht komplett sicher, aber das relative Risiko sei geringer, wenn die Patente nicht bei einem Unternehmen konsolidiert seien. C, C++, Python, Perl und PHP seien eine sicherere Wahl.

Das bedeute aber nicht, dass es keine freien Implementierungen solcher Sprachen geben sollte, so Kuhn weiter, denn nur so ließen sich die mit diesen Sprachen Vertrauten zum Umstieg auf GNU/Linux und freie Software bewegen.

In Sachen C# merkt Kuhn an, dass Microsofts Versprechen bezüglich Patenten zu wenig seien. Einzig korrekte Patentlizenzen seien etwas, auf das man sich verlassen könne.

Softwareentwickler ruft er dazu auf, ihre Entwicklungen nicht durch ihre Arbeitgeber patentieren zu lassen, auch wenn der Druck hoch sei und Prämien ausgelobt werden. "Wir erfinden dieses Zeug, nicht die Anzugträger und Rechtsanwälte, die unsere Arbeit für größere und noch größere Profite missbrauchen wollen. [...] In einem Satz: Sagt einfach nein."

Google sei unterdessen nicht ganz unschuldig an der Klage von Oracle. Kuhn kritisiert vor allem, dass Google alles dafür getan habe, um Android, soweit möglich, unter die Apache-2-Lizenz zu stellen und GPL sowie LGPL zu vermeiden. Dabei sei es Google vor allem darum gegangen, die Hürden für eine Verbreitung der Software so gering wie möglich zu halten. Hätte Google sich stattdessen für eine Mischung aus GPL und LGPL entschieden, wäre die aktuelle Klage viel interessanter.

Als einzige Lösung für solche Probleme macht Kuhn ein Ende von Softwarepatenten aus.


eye home zur Startseite
bofhsmall 24. Aug 2010

JIT-Compiling ist ja gut&schön - nur was nutzt es einen, wenn die entsprechenden Methoden...

Azz 17. Aug 2010

Ach du Scheiße! Ich liebe das Internet ;-) Aber die Anforderungen find ich für Tetris...

soistdas 17. Aug 2010

Das sehe ich auch so. Ich wäre lieber arbeitslos, als in die Pointer- und DLL-Hölle...

GodsBoss 17. Aug 2010

Ein Programm von einer Form in eine äquivalente Form umzuwandeln, ist genau das...

jupps 17. Aug 2010

Was sie schon von Anfang an hätten machen müssen wenn sie J2ME benutzt hätten anstelle...


Eviltux. IT & Gesellschaft / 16. Aug 2010

Gefahren von C# und Java



Anzeige

Stellenmarkt
  1. WKM GmbH, München
  2. Werner Sobek Group GmbH, Stuttgart
  3. Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei, Stuttgart
  4. Detecon International GmbH, Dresden


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Core i5-7600K + Asus GTX 1060 Dual OC)
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  2. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  3. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  4. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  5. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz

  6. GVFS

    Windows-Team nutzt fast vollständig Git

  7. Netzneutralität

    Verbraucherschützer wollen Verbot von Stream On der Telekom

  8. Wahlprogramm

    SPD fordert Anzeigepflicht für "relevante Inhalte" im Netz

  9. Funkfrequenzen

    Bundesnetzagentur und Alibaba wollen Produkte sperren

  10. Elektromobilität

    Qualcomm lädt E-Autos während der Fahrt auf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Yodobashi und Bic Camera: Im Rausch der Netzwerkkabel
Yodobashi und Bic Camera
Im Rausch der Netzwerkkabel
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Preisschild Media Markt nennt 7.998-Euro-Literpreis für Druckertinte

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. Polar Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung
  2. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  3. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller

  1. Re: Erinnert mich alles an Wallie

    Prinzeumel | 02:49

  2. Re: Diese ganzen Online DLCs nerven langsam!

    Proctrap | 01:57

  3. Re: Überschrift

    486dx4-160 | 01:35

  4. Re: gesamtwirtschaftlich gesehen günstiger...

    486dx4-160 | 01:29

  5. Re: F-Zero

    Bujin | 01:25


  1. 17:40

  2. 16:40

  3. 16:29

  4. 16:27

  5. 15:15

  6. 13:35

  7. 13:17

  8. 13:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel