Sicherheit: Fingerspuren enthüllen Mustersperre von Android-Smartphones

Wenn ein Android-Smartphone mit einer Mustersperre geschützt ist, muss der Nutzer auf dem Touchscreen auf maximal neun Punkte verteilt ein Muster zeichnen, um den Schutz zu deaktivieren. Der Anwender kann das Muster frei wählen. Dabei hinterlassen Fingerspuren einen dünnen Fettfilm, über den sich das Muster nachträglich identifizieren lässt. Damit ist die Mustersperre kein besonders sicherer Schutz, um Unbefugte von den Gerätedaten fernzuhalten. Nach Berechnungen der Forscher sind bis 389.112 unterschiedliche Muster möglich.
Die Ergebnisse präsentierten Forscher der Universität von Pennsylvania auf dem vierten WOOT, dem Workshop on Offensive Technologies, in Washington D.C. ( PDF-Direktdownload(öffnet im neuen Fenster) ). Sie fotografierten die Touchscreens der betroffenen Android-Geräte und konnten anhand der Fotos unter Einsatz von Bildbearbeitungssoftware erkennen, welches Muster auf dem Bildschirm gemalt wurde. Damit ließ sich der Musterschutz recht leicht aushebeln, auch wenn es manchmal einigen Aufwand bedarf, um die Fingerspuren anzeigen zu können.
Nach Aussage der Forscher gelang es nicht immer, das Muster zweifelsfrei zu erkennen. Manchmal konnten nur Teile des gewählten Musters sicher erkannt werden. Hier hängt es auch damit zusammen, für welches Muster sich der Anwender entschieden hat. Bei einigen Android-Versionen gibt es nur den Musterschutz, um das Gerät vor Zugriffen zu schützen. Mit Android 2.2 kam eine PIN-Abfrage dazu.