Widerstand in Deutschland: Über 10.000 Einsprüche gegen Google Street View
Die Berliner Zeitung zitiert(öffnet im neuen Fenster) einen Sprecher von Google, der von einer "fünfstelligen Zahl" zu den Einsprüchen ausgeht. Bereits seit Mai 2009 können in Deutschland ansässige Personen fordern, das Bild ihres Wohnhauses aus dem umstrittenen Dienst Street View entfernen zu lassen. Dieser Einspruch war bisher nur per E-Mail oder Briefpost möglich.
In der kommenden Woche will Google die Löschanträge über google.de/streetview(öffnet im neuen Fenster) in einem vereinfachten Verfahren entgegennehmen. Dazu sollen die Nutzer der Berliner Zeitung zufolge direkt ein Satellitenbild auswählen können. Ob die Anwender dabei in irgendeiner Form nachweisen müssen, dass sie dort wohnen, ist nicht bekannt.
Unter derselben Webadresse erklärt Google(öffnet im neuen Fenster) auch sehr anschaulich, wozu Street View nutzen soll, und welche Maßnahmen zum Datenschutz dafür getroffen wurden. Ob das die offensichtliche Flut der Einsprüche eindämmen kann, ist ungewiss.
Inzwischen wird die Debatte um den Dienst in Öffentlichkeit und Politik immer hitziger geführt. So schrieb beispielsweise der Verfassungsrechtler Thomas Darnstädt in einem Kommentar bei Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) von der "provinziellen Ängstlichkeit vor dem bösen Blick des Nachbarn" als einem Grund für die Bedenken von Bürgern.
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