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Spielemarkt: Probleme für Nintendo DS und PSP verschärfen sich

Um 25 Prozent ist der Umsatz mit Spielen für Handhelds im ersten Halbjahr 2010 eingebrochen. Für die Plattformen PC und Konsolen lief es etwas besser, so der Branchenverband BIU - der sich über das Ende von Sommerhitze und Fußball-WM freut.
/ Peter Steinlechner
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Nach einem leichten Plus von Januar bis März verzeichnet der Markt für PC- und Konsolenspiele in den ersten sechs Monaten 2010 einen Umsatzrückgang im Einzelhandel um vier Prozent auf 632 Millionen Euro, so der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU)(öffnet im neuen Fenster). Aufgrund der stabilen Preise gingen auch die Stückzahlen um vier Prozent zurück – 24,7 Millionen Spiele über alle Plattformen hinweg, der Stückpreis lag bei 25,56 Euro.

Problematisch bleiben die Umsätze der Branche mit Spielen für Handhelds wie der Playstation Portable (PSP) und Nintendo DS. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten schrumpfte der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um 25 Prozent auf 102 Millionen Euro. Die Anzahl der verkauften Spiele verringerte sich um 19 Prozent auf 4,1 Millionen. Gründe dürften neben einer gewissen Marktsättigung und wenig interessanten Neuerscheinungen auch Schwarzkopien sein, insbesondere auf Nintendo DS.

Der Markt für PC-Spiele, seit 2006 rückläufig, gab nach einem starken ersten Quartal leicht nach. Von Januar bis Juni 2010 fanden 11,5 Millionen Programme einen Käufer, der Umsatz belief sich auf 197 Millionen Euro – zwei Prozent weniger als in den Vorjahresmonaten. Die Zahl der verkauften Spiele für Nintendo Wii, Playstation 3 und Xbox 360 stieg im Halbjahr um sieben Prozent auf 9,2 Millionen an. Dies entspricht einem Umsatz von 334 Millionen Euro – plus 3 Prozent.

"Mit der Fußball-WM und der Hitzewelle hatte die Gamesbranche vor allem in den Sommermonaten eine starke Konkurrenz. Das spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wider", kommentierte BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters die Marktzahlen. "Wir gehen davon aus, dass sich der Markt nach der Gamescom wieder erholen wird, zumal sich aktuell eine Aufhellung des Konsumklimas abzeichnet." Die Marktzahlen basieren auf einer Befragung von 25.000 Konsumenten durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Erfasst sind lediglich die im Einzelhandel erzielten Umsätze, aber nicht das je nach Plattform teils immer wichtigere Onlinegeschäft.


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