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Facebook: "Nutzer-Gewerkschaft" will Mitbestimmung

Eine neu gegründete "Gewerkschaft der Facebook-Nutzer" fordert von den Betreibern des sozialen Netzwerks Mitbestimmungsrechte. Die Nutzer wollen ein Wort dabei mitzureden haben, wie Facebook seine Einnahmen verteilt.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Facebook Users Union (FBU^2) könnte die wohl kleinste Gewerkschaft der Welt sein. Die neu gegründete Gewerkschaft hat nicht mehr als 45 Mitglieder. Diese rekrutieren sich aus Facebook-Mitgliedern und nicht etwa Facebook-Mitarbeitern. Die Mitglieder sind es schließlich, denen Facebook seinen auch wirtschaftlichen Erfolg verdankt, meint der Gewerkschaftsgründer und Werbespruchdichter Richard Buchanan.

In der britischen Tageszeitung The Guardian erläuterte Buchanan(öffnet im neuen Fenster) seine Motive und Pläne. Er betont, dass die Zeit, die Facebook-Mitglieder in die Pflege der Seiten des sozialen Netzwerks investieren, für die Facebook-Anteilseigner bares Geld wert sei. Buchanan wörtlich: "Onlinewerkzeuge sind nicht wirklich umsonst zu haben. Wir bezahlen für ihre Nutzung per Micropayment mit unseren persönlichen Daten."

Geht es nach Buchanan, so sollen der Wert dieser Informationen über Facebook-Nutzer und der Wert der damit generierten Werbeeinnahmen genau berechnet werden. Die Gesamtsumme für alle Nutzer würde, so Buchanan, einen erheblichen Betrag ausmachen. "Daher denke ich, dass wir, die Nutzer, darüber mitbestimmen sollten, wie die Profite verteilt werden. Wir sollten die Möglichkeit bekommen, einen Teil unseres jährlichen Wertes für gemeinnützige Zwecke zu spenden." Buchanan wirbt auf einer eigens eingerichteten Website(öffnet im neuen Fenster) und natürlich mit einer Facebook-Seite(öffnet im neuen Fenster) um Mitstreiter. [von Robert A. Gehring]


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