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Openoffice.org 3.3: Neue Office-Software bringt viele Verbesserungen

Von Openoffice.org 3.3 steht eine erste Betaversion als Download zur Verfügung. Die neue Version bringt Verbesserungen für die Textverarbeitung, die Tabellenkalkulation und die Präsentationssoftware. So gibt es eine neue Suchleiste, einen optimierten PDF-Export und einen neuen Druckdialog.
/ Ingo Pakalski
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Beim Programmstart werden nun die installierten Erweiterungen auf Änderungen überprüft. Das kann den Programmstart verlangsamen. Deshalb zeigt der Startbildschirm nun genauer, womit die Software gerade beschäftigt ist. Zudem bringt Openoffice.org 3.3 einen neuen vereinheitlichen Druckdialog samt verbesserter Druckvorschau.

Damit Informationen in Dokumenten einfacher gefunden werden können, gibt es nun eine Suchleiste. Diese ist in allen Openoffice-Anwendungen zu finden und ergänzt den bisherigen Suchen-und-Ersetzen-Dialog. Der Einsatz der Suchleiste verhindert, dass Textbereiche von einer Dialogbox verdeckt werden. Nach Beobachtungen der Macher von Openoffice.org verwenden 76 Prozent der Nutzer den Suchen-und-Ersetzen-Dialog zum Finden von Stellen in einem Dokument.

Generell kann der PDF-Export nun bei Bedarf die 14-Standard-PDF-Fonts in die Datei integrieren. Ferner kann notfalls der gleiche Name für verschiedene Felder in einem PDF-Dokument verwendet werden. Normalerweise sollte jedes Feld aber eine eigene Bezeichnung erhalten.

Writer mit verbessertem Thesaurus

Ein überarbeiteter Thesaurus-Dialog in Writer soll die Arbeit mit Texten vereinfachen. Alternativen für ein ausgewähltes Wort erscheinen nun in einer List-Box und solange keine Alternative ausgewählt wurde, bleibt der Ersetzen-Knopf deaktiviert. Alle Wörterbuchdateien werden nun im UTF-8-Textformat abgespeichert. Dadurch lassen sich diese mit einem Editor nachträglich bearbeiten. Der Dialog zur Silbentrennung wurde optimiert, um diese bequemer nachträglich verändern zu können.

Erweitert wurde das Menü zur Groß-/Kleinschreibung, so dass mit einem Klick entweder alle Buchstaben groß, alle klein oder nur der Satzanfang großgeschrieben werden. Alternativ kann jeder Wortbeginn großgeschrieben und alle Buchstaben umgeschaltet werden. Dabei wird jeder kleingeschriebene Buchstabe großgeschrieben und umgekehrt. Nur für Word-97-Dokumente gibt es nun die Möglichkeit, ein vergebenes Dokumentenkennwort zu verändern.

Tabellenkalkulation und Chartskomponente erweitert

Die Tabellenkalkulation Calc unterstützt nun bis zu 1.048.576 Zeilen, bisher lag die Obergrenze bei 65.536 Zeilen. Jedem Arbeitsblatt in einem Dokument kann nun eine Farbe zugeordnet werden. Diese erscheint dann im Tab-Bereich und soll die Unterscheidung zwischen einzelnen Arbeitsblättern vereinfachen.

Das Zahlenformat wird bei neuen Tabellen nun automatisch auf dezimal gestellt, nur beschränkt durch die Breite der gewählten Spaltenbreite. Kleinere Nummern werden automatisch in naturwissenschaftlicher Schreibweise angezeigt. Der verbesserte Import von CSV-Daten merkt sich nun die Einstellungen und hat einen neuen Optionsdialog erhalten. Zudem wurde der Import von Tabellendaten allgemein erweitert, um solche Daten einfacher in eine bestehende Tabelle integrieren zu können. Dokumente im Formate Excel 97 erhalten die Möglichkeit, ein Dokumentenkennwort zu verändern.

Mit der Chartskomponente von Openoffice.org lassen sich nun Vektorobjekte integrieren. Dabei stehen passende Werkzeuge bereit, um Linien, Rechtecke und Textobjekte anzulegen. Aber auch Würfel, Pfeilsymbole oder Sterne lassen sich einfügen. Der Font und die Formatierung eines Textobjekts lassen sich jederzeit ändern.

Wird ein Chart neu angelegt, erhält dieses einen größeren Bereich und der Standardfont ist nun größer. Dieser wird für die Daten-, Achsen- und Legendenbeschriftung verwendet. Zudem werden in Liniencharts nun dünnere Linien verwendet als bisher. Die Office-Software unterstützt auch hierarchische Achsenbeschriftungen.

Präsentationssoftware mit neuer Toolbar

Die Präsentationssoftware Impress hat eine neue Toolbar erhalten, über die sich eine neue Folie mit einem bestimmten Layout einfügen lässt. Zudem kann das verwendete Folienlayout über die Toolbar verändert werden. Die Nutzung bekannter schmaler Fonts soll bessere Darstellungsergebnisse liefern. In den Layouts gibt es nun neue Platzhalter für Tabellen und Videos.

Die Betaversion von Openoffice.org 3.3(öffnet im neuen Fenster) steht für Windows, Linux und Mac OS X zum Ausprobieren bereit. Zum Nachinstallieren gibt es ein deutsches Sprachpaket. Die Vorabversion dient zum Testen der neuen Funktionen und kann noch Fehler enthalten. Wann die fertige Version von Openoffice.org 3.3 erscheint, ist nur vage bekannt: Sie soll noch in diesem Jahr erscheinen.


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