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libaacs: Freie Bibliothek implementiert Kopierschutz AACS

Unter dem Dach des Videolan-Projekts arbeiten einige Entwickler von Doom9 an libaacs, einer freien Implementierung des bei Blu-rays verwendeten Kopierschutzsystems Advanced Access Content System (AACS). Zusammen mit der libbluray entsteht damit die notwendige Infrastruktur, um kopiergeschützte Blu-rays mit freier Software anzuspielen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Entwickler von libaacs bezeichnen ihr Vorhaben als Forschungsprojekt. Die Open-Source-Bibliothek soll helfen zu verstehen, wie AACS(öffnet im neuen Fenster) funktioniert. Das DRM-System wird auf Blu-rays eingesetzt, um unerlaubte Kopien zu verhindern.

Entwickelt wird die Bibliothek libaacs durch ein internationales Entwicklerteam von Doom9(öffnet im neuen Fenster) anhand der AACS-Spezifikation(öffnet im neuen Fenster). Derzeit unterstützt die Bibliothek die Plattformen GNU/Linux, Windows und Mac OS X. Für die kryptographischen Funktionen greift die libaacs auf die libgcrypt(öffnet im neuen Fenster) zurück, die im Rahmen des Projekts GnuPG entstanden ist.

Einen Schlüssel, mit dem sich urheberrechtlich geschützte und mit AACS gesicherte Inhalte wiedergeben lassen, will das Projekt aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen. Die libaacs wird als freie Software entwickelt, der Code steht via Git zur Verfügung. Details finden sich unter videolan.org/developers/libaacs.html(öffnet im neuen Fenster).

Im Juli kündigte das Videolan-Projekt bereits die Entwicklung der libbluray an, eine freie Bibliothek zur Blu-ray-Wiedergabe. Dabei wurde ausdrücklich auf eine Implementierung der bei Blu-rays verwendeten Kopierschutzsysteme AACS und BD+ verzichtet, um das Projekt nicht angreifbar zu machen. Stück für Stück entsteht aber die notwendige Infrastruktur, um Blu-rays mit freier Software wiederzugeben.


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