Flüssiges Metall: Apple lizenziert Technik für besondere Legierungen

Der iPod zum Zusammenknüllen und In-die-Hosentasche-stecken wird es vielleicht nicht gleich werden, ebenso nicht ein iPad, das wie in Terminator 2 seine Form selbst ändern kann. Dennoch ist die Zusammenarbeit zwischen Apple und dem kalifornischen Unternehmen Liquidmetals(öffnet im neuen Fenster) bemerkenswert.

Wie aus einer Pflichtmitteilung(öffnet im neuen Fenster) (Form 8-K) von Apple hervorgeht, gründet Liquidmetals ein neues Unternehmen, das die Technologien vermarkten soll. Diese bisher nur IP Company genannte Firma wird ihre Patente exklusiv an Apple lizenzieren. Wie viel Apple dafür bezahlt, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Kosten dafür werden erst in der nächsten Quartalsbilanz von Apple sichtbar werden.
Laut der Webseite von Liquidmetal hat das Unternehmen eine Legierung entwickelt(öffnet im neuen Fenster) , die 1,5-mal härter sein soll als Edelstahl und 2,5-mal fester als Titan. Sie soll sich per Guss in Form bringen lassen und danach fest werden. Hier könnte ein Ansatzpunkt für den Einsatz in Apple-Produkten sein. Viele seiner Notebooks fräst Apple aus einem Stück Aluminium (Unibody), was ein sehr kostspieliges und ressourcenintensives Verfahren ist.
Auch die Handheld-Geräte von Apple verfügen über aufwendige Designs, allen voran die hochglänzenden Blechdeckel an manchen iPhones und iPods. Sie sind verchromt und so glatt, dass sie sehr schnell verkratzen. Eine neue Legierung könnte dieses eher ästhetische Problem lösen.
Andere Einsatzbereiche für flüssiges Metall sind Antennen , die ihre Form selbst ändern können – auch hier hätte Apple aktuell besonderen Bedarf. Und bei Prozessorkühlern werden ähnliche Werkstoffe bereits in Produkten eingesetzt.



