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THQ: Mit Kampfsport in die roten Zahlen

Die erste Ausgabe des Kampfsportspiels UFC Undisputed hat Publisher THQ dicke Gewinne beschert - jetzt scheint der Boom schon vorbei: Teil 2 hat deutlich weniger Käufer gefunden, THQ kämpft mit alten Problemen.
/ Peter Steinlechner
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Das war anders geplant: Nach dem großen Verkaufserfolg der 2009er Ausgabe von UFC Undisputed - insgesamt hatten deutlich über vier Millionen Käufer zugegriffen - schien der 2010er Ableger eine sichere Nummer. Offensichtlich lässt das Interesse an dem Kampfsport aber bereits nach, denn Publisher THQ vermeldet bislang gerade mal 2,7 Millionen an den Handel ausgelieferte Exemplare. Wie viele davon tatsächlich über den Ladentisch gewandert sind, wird sich erst noch zeigen. In den Monaten April bis Juni 2010 hat THQ einen Nettoverlust in Höhe von 30,1 Millionen US-Dollar eingefahren, im gleichen Vorjahreszeitraum fiel ein Gewinn in Höhe von 244 Millionen US-Dollar an - allerdings kamen damals die Erlöse aus dem Verkauf von Red Faction: Guerilla und von einem WWE-Spiel mit dazu.

UFC Undisputed 2010 - Eindrücke von Golem.de
UFC Undisputed 2010 - Eindrücke von Golem.de (05:04)

THQ erzielte einen Quartalsumsatz von 149 Millionen US-Dollar - rund 38 Prozent weniger als im Vorjahr, und weit weniger als die anvisierten 190 bis 200 Millionen US-Dollar.

Laut Unternehmenschef Brian Farrell waren starke Veröffentlichungen einer der Gründe für den vergleichsweise schlechten Absatz von UFC 2009. Der Publisher plant, die Veröffentlichungsfrequenz der Reihe zu senken. Statt jährlich eine neue Ausgabe in die Regale zu stellen, sollen künftig nur alle 15 bis 21 Monate neue UFCs erscheinen. Neben den Kampfsporttiteln stehen für die kommenden Monate einige potenzielle Erfolgskandidaten auf der Releaseliste: Insbesondere der Ego-Shooter Homefront hat bislang auf Messen einen starken Eindruck hinterlassen.


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